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Innere Medizin 30. Juni 2005

Atherothrombose: Weltweite Gesundheitserhebung

Durch das Register Reduction of Atherothrombosis for Continued Health sollen Gesundheitszustand und Behandlung von Personen mit Risiko für atherothrombotische Erkrankungen dokumentiert werden.

Sanofi-Synthelabo und Bristol-Myers Squibb gaben den Start des REACH-(REduction of Atherothrombosis for Continued Health)-Registers bekannt. REACH wird eine der bisher größten internationalen Erhebungen bei Personen mit Risiko für eine Atherothrombose darstellen. Im Rahmen der REACH-Erhebung soll festgestellt werden, wie sich die Atherothrombose auf die Betroffenen auswirkt. Gleichzeitig soll die Belastung durch die Erkrankung untersucht werden.

Nach Beginn der Rekrutierung im Dezember 2003 wird die REACH-Erhebung voraussichtlich mehr als 50.000 Personen mit Risiko für eine Atherothrombose in weltweit über 35 Ländern einbeziehen und diese bis zu zwei Jahre nachbeobachten.

Personen mit mehreren der Risikofaktoren, die zur Entwicklung der Atherothrombose führen können, beispielsweise hohes Cholesterin, Bluthochdruck, Rauchen, Stoffwechselstörungen und Diabetes, oder Personen mit anamnestisch bekannter Atherothrombose-bedingter Erkrankung, wie Angina pectoris, Herzinfarkt oder Schlaganfall, werden aufgenommen. Die Teilnahme an der Erhebung erfolgt freiwillig.

Bessere Beurteilung von Risikofaktoren

"Die REACH-Erhebung gibt Ärzten ein wichtiges Instrument zur Untersuchung des Langzeitrisikos der Atherothrombose im breitest möglichen Spektrum an die Hand. Sie wird auch ermöglichen, Risikofaktoren im Hinblick auf die späteren Auswirkungen der Atherothrombose, wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, besser beurteilen zu können. Die Teilnehmer können einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis einer der Haupttodesursachen weltweit leisten." so Prof. Gabriel Steg, Abteilung für Kardiologie, Hôpital Bichat, Paris, Frankreich, im Namen des REACH Registry’s Scientific Council.

Die Atherothrombose ist weltweit für mehr als 28 Prozent der Todesfälle verantwortlich (The World Health Report, 2002, WHO Geneva, 2002). Die Prävalenz nimmt ständig zu, wie aus den steilen Anstiegen der Raten für Herzinfarkt und Schlaganfall ersichtlich wird (Guillot F, Moulard O. Circulation 1998; 98 (abstr suppl 1): 1421).

Im Jahr 1999 wurden 40,1 Prozent aller Todesfälle in den USA auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückgeführt (American Stroke Association and American Heart Association. 2002 Heart and Stroke statistical update).

Öffentliches Interesse stärken

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Haupttodesursache bei Frauen in allen Ländern der Euopäischen Union und auch bei Männern in der gesamten EU mit Ausnahme von Frankreich (Data from the British Heart Foundation Statistics Database - www.heartstats.org, last accessed on 28 February 2003). Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in den USA und in Großbritannien knapp hinter Herzerkrankungen und Krebs (AHA Heart Disease and Stroke Statistics - 2003 update).

"Die REACH-Erhebung wird das öffentliche Interesse für diese lebensbedrohliche Erkrankung verstärken und kann dazu beitragen, die Prävention und Behandlung der Atherothrombose zu verbessern", meinte Dr. Bhatt, Department of Cardiovascular Medicine, Cleveland Clinic Foundation, Cleveland, USA.

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