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Innere Medizin 13. April 2006

Erythema exsudativum-artiges Arzneimittelexanthem

Die 64-jährige Patientin kam wegen eines makulopapulösen Exanthems, das "immer schlimmer wurde", wie sie sagte. Es hatte im Nacken und Dekolleté begonnen und sich rasch über den ganzen Rumpf, Extremitäten und im Gesicht ausgebreitet. Zehn Tage zuvor hatte sie mit einer Diltiazem-Therapie begonnen. Das Medikament wurde abgesetzt, die Patientin mit Antihistaminika behandelt. Da sich das Exanthem trotzdem weiter auf die Mundschleimhaut ausbreitete, wurde ein Dermatologe zu Rate gezogen, der ein Erythema exsudativum multiforme (EEM)-artiges Arzneimittelexanthem diagnostizierte.  Das EEM-artige Arzneimittel- exanthem ist sehr häufig und wird mit lokalen und/oder systemischen Kortikoiden behandelt. Schwerste Formen bedürfen mitunter einer intensivmedizinischen Betreuung!

Quelle: pulse

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