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Innere Medizin 13. April 2006

Schützt Alkohol vor Diabetes?

In der in "Diabetes" publizierten, prospektiven Studie (Conigrave KM et al: A Prospective Study of Drinking Patterns in Relation to Risk of Type 2 Diabetes Among Men. Diabetes 50 (2001):2390-5) waren 46.892 US-amerikanische Männer mit einer Tätigkeit im Gesundheitswesen über einen Zeitraum von zwölf Jahren alle zwei Jahre schriftlich zu Alkoholkonsum und Diabetes befragt worden. 

In der Zeit traten 1.571 neue Fälle von Typ-2-Diabetes auf. Im Vergleich zu den Befragten, die völlig auf Alkohol verzichteten, war bei Männern, die einen moderaten Alkoholgenuss angaben (15 bis 29 g pro Tag), das Diabetes-Risiko um 36 Prozent reduziert. Auch bei starkem Alkoholkonsum (mindestens 50 g pro Tag), blieb dieser Unterschied bestehen (es waren allerdings nur relativ wenig Männer dieser Gruppe zuzuordnen). 

Schutzeffekt nur bei geringen Mengen

Der größte Schutz war zu beobachten, wenn der Alkohol mindestens fünf Tage in der Woche konsumiert wurde - selbst wenn die Menge mit weniger als einem Drink pro Tag gering war. 

Im Vergleich zum unregelmäßigen Trinken reduzierte jeder zusätzliche Tag in der Woche, an dem Alkohol getrunken wurde, das Diabetes-Risiko um 7 Prozent. Der Effekt war vor allem für Bier, Weißwein und Likör nachzuweisen. 

Die Agentur Reuters Health zitiert die Autoren mit den Worten: "Die Entscheidung über Alkoholkonsum sollte die gesamte Bandbreite der Vor- und Nachteile des Alkohols berücksichtigen. Unsere Daten sprechen dafür, dass die Reduktion des Risikos für Typ 2-Diabetes bei den Vorteilen eines regelmäßigen, moderaten Alkoholkonsums zu suchen ist." 

Quelle: diabetes-world.net

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