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Innere Medizin 13. April 2006

Oligomenorrhoe als Marker

Bei Frauen mit langen oder unregelmäßigen Menstruationszyklen ist laut Auswertung von Daten der Nurses Health Study II das Diabetes-Risiko verdoppelt. 

Ein Wissenschafterteam um Dr. Caren G. Solomon analysierte betreffende Daten von 101.073 Frauen im Alter zwischen 18 und 22 Jahren, die bei Aufnahme in die Studie nicht an Diabetes erkrankt waren. 7,6% der Probanden berichteten am Anfang der Beobachtungszeit über Oligomenorrhoe (in diesem Fall über 40 Tage). Während des achtjährigen Follow-ups entwickelten 507 Frauen Diabetes mellitus.

Nach Adjustierung auf Body Mass Index im Alter von 18 Jahren plus weiterer potenzieller Risikofaktoren lag das relative Diabetes-Risiko bei Frauen mit Oligomenorrhoe im Vergleich zu jenen mit Menstruationszyklen unter 40 Tagen bei 2.08. Adipöse Frauen mit Oligomenorrhoe hatten ein größeres Diabetes-Risiko als nicht adipöse (BMI im Alter von 18 Jahren: 1,67; BMI 25-29: 1,74; BMI >=30: 3,86.)

Die Wissenschafter konkludieren, dass Frauen mit langen oder unregelmäßigen Menstruationszyklen ein signifikant gesteigertes Diabetes-Risiko aufweisen und dass dieses Risiko nicht ausschließlich auf den Body Mass Index zurückzuführen ist. 

Quelle: JAMA; 2001, 286: 2421-2426, www.medaustria.at 

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