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Innere Medizin 13. April 2006

Mini-Pankreas in Entwicklung

Am Grazer Institut für Medizinische Systemtechnik und Gesundheitsmanagement arbeiten 30 Wissenschafter an der Miniaturisierung einer künstlichen Bauchspeicheldrüse. Das Gerät, am Körper getragen, soll den Blutzucker kontinuierlich messen und die entsprechende Menge von Insulin freigeben. 

Sensoren messen Hormonstand

Mit Hilfe dieser Methode wird der Hormonstand der Bauchspeicheldrüse nicht über das Blut, sondern über Sensoren, die direkt im Fettgewebe unter der Haut liegen, ermittelt. Isotone Flüssigkeit wird dabei in einen winzigen Katheter gesaugt, wobei sie sich mit der interzellulären Flüssigkeit des Gewebes vermischt. Werden Insulin-Schwankungen gemessen, wird die Pumpe aktiviert. Das Gerät könnte Patienten alsbald die tägliche Blutabnahme, die Berechnung der Insulinmenge sowie das Spritzen ersparen - und in weiterer Folge auch die Lebenserwartung erhöhen: Ein exakt gehaltener Blutzuckerspiegel hilft nämlich dabei, Folgekrankheiten zu verhindern. Bis 2006 - so hoffen die Grazer Experten - soll das Mini-Organ die Serienreife erreichen. 

Quelle: diabetes-austria

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