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Innere Medizin 10. April 2006

Hausstaubmilbenallergie: Homöopathie unwirksam?

An einer Studie nahmen 242 Asthmapatienten teil, bei denen ein positives Ergebnis im Prick-Test eine Hausstaubmilbenallergie als Ursache ihrer Beschwerden wahrscheinlich machte. Eingeschlossen wurden nur Patienten, bei denen die Inhalation von 200µg Salbutamol den FEV1-Wert um wenigstens 15 Prozent verbesserte.  Die Patienten mussten außerdem unter therapiebedürftigen Atembeschwerden leiden. Die Studie wurde damit bewusst auf symptomatische Patienten beschränkt, weil damit die Chance, dass eine Wirkung erkannt wird, steigt. Trotz der hohen Teilnehmerzahl und der sorgfältigen Untersuchung der Patienten mit Lungenfunktionstests und Fragebögen konnte während der 16-wöchigen Behandlung kein Vorteil der homöopathischen Präparate gefunden werden. 

Zwischenzeitlich (Woche drei) klagten die Patienten unter der homöopathischen Behandlung sogar unter stärkeren Symptomen und waren emotional stärker beeinträchtigt als die Patienten im Placeboast. Dabei könnte es sich jedoch um ein statistisches Artefakt handeln. 

Quelle: 2002 www.medaustria.at

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