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Innere Medizin 10. April 2006

Herz-Kreislauf-Risiko kennen

Rund zwei Drittel aller Österreicher haben erhöhte Cholesterinwerte. Im April 2001 wurde die Aufklärungskampagne "Werte für das Leben" vom Lipidforum austriacum und Pfizer gegründet. Der Film "Cholesterin - Werte für das Leben" unterstützt seither Ärzte in ihrer täglichen Arbeit und hilft Patienten zum Thema Cholesterin zu sensibilisieren. Interessierte können sich nach wie vor das Video kostenlos von ihrem praktischen Arzt oder Internisten verschreiben lassen.
Eigene Cholesterinwerte

Falsch eingeschätzt

"Die eigenen Cholesterinwerte werden von den Österreichern meist falsch eingeschätzt. Das Video soll ein neues Cholesterin-Bewusstsein herbeiführen und Risikopatienten zu einem Umdenken und einer Lebensstiländerung bewegen", so Prof. Dr. Helmut Sinzinger vom Lipidforum austriacum. Nach dem Motto "Bilder sprechen oft mehr als tausend Worte" schlug das Lipidforum austriacum mit der Filmproduktion einen neuen Weg in der Patientenaufklärung ein. In der Bevölkerung sollen Cholesterin-Zielwerte von Gesamtcholesterin < 200mg/dl bei bereits bestehenden Herz-/Kreislauferkrankungen aber auch bei Diabetes, LDL-Cholesterinwert < 100mg/dl erreicht werden.

Der Patientenfilm klärt mit Hilfe anschaulicher Grafiken, einfacher Erklärungen und praktischer Tipps über Risikofaktoren, wie Bewegungsmangel, falsche Ernährungsgewohnheiten, Übergewicht, Rauchen, Bluthochdruck oder erbliche Vorbelastung auf. Wissenswertes über Cholesterin und seine Wirkung im Körper, den Unterschied zwischen LDL- Cholesterin und HDL-Cholesterin, Folgeerkrankungen bei zu hohem Cholesterin, medikamentöse Therapie sowie Tipps für einen gesünderen Lebensstil runden das Informationsangebot ab.

Informationsinitiative

Seit kurzem gibt es auch eine von Pfizer unterstützte, breit angelegte Informationsinitiative des Lipidforum austriacum: "Messen Sie Ihrem Bauchumfang mehr Bedeutung bei!" Galten bisher Körpergewicht beziehungsweise Body Mass Index (BMI) als wichtige Indikatoren für das persönliche Risiko, so zeigen neueste wissenschaftliche Studien, dass der Bauchumfang diesbezüglich wesentlich aussagekräftiger ist. Ein Bauchumfang von maximal 100 cm bei Männern und 90 cm bei Frauen sollte nicht überschritten werden.

"Persönliches Risiko?/p>

Patientenbroschüren, Maßbänder und Aufsteller in den Arztpraxen fordern die ÖsterreicherInnen auf, ihren Bauchumfang zu messen. Die Patienten sollen um ihr "persönliches" Risiko Bescheid wissen und daher regelmäßig "Bauchmaß" nehmen. Die Ergebnisse der Bauchumfangmessung können die Patienten in eine Messtabelle in der Broschüre eintragen und so den Verlauf der Bauchreduktion beobachten. Bei Überschreitung dieser Grenzwerte werden die Patienten aufgefordert, mit ihrem Arzt zu sprechen. 

Die Zielwerte, < 100 cm bei Männern und < 90 cm bei Frauen, wurden vom Lipidforum austriacum bewusst großzügig gewählt und stellen eine absolute Schmerzgrenze dar. "Ein zu großer Bauchumfang birgt die Gefahr erhöhter Cholesterinwerte und damit ein erhöhtes Risiko, eine Gefäßerkrankung zu entwickeln", unterstreicht Prof. Dr. Helmut Sinzinger, Präsident des Lipidforum austriacum, diese Aktion. "Eine Reduktion des Bauchumfanges um einen Zentimeter reduziert das Risiko, Gefäßerkrankungen zu entwickeln, um drei Prozent!"

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