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Innere Medizin 18. September 2013

PEG Interferon alpha assoziierte Psoriasis bei einem Patienten mit akuter Hepatitis Cund Übersicht über die entsprechende Literatur

Interferon (IFN), das Standard-Therapeutikum für Hepatitis C, kann zahlreiche Nebenwirkungen, inklusive dermatologischer Anomalien, hervorrufen. Die vorliegende Arbeit berichtet über einen Patienten mit Psoriasis, die im Zusammenhang mit einer PEG Interferon alpha (peg-IFNα) Behandlung einer akuten Hepatitis C (AHC) auftrat: Ein 60 Jahre alter Mann, der vor kurzem eine Operation hatte, kam in das Spital wegen hoher Leberenzyme. Die Tests ergaben positive anti-HCV, HCV RNA 3,5 Millionen IU/ml und HCV Genotyp 1b. Nach Ausschluss anderer ätiologischer Faktoren begannen wir unter Annahme der Diagnose einer AHC mit einer Behandlung mit peg-IFNα 2b. Drei Wochen nach Beginn der Therapie wurden an verschiedenen Körperstellen psoriatische Plaques sichtbar. Die antivirale Therapie wurde nach insgesamt 6 Monaten Therapie beendet. Die Therapie der Psoriasis bestand zunächst aus lokal aufgetragenen Wirkstoffen und dann aus Phototherapie. Der Patient zeigte ein permanentes virales Ansprechen. Die Läsionen erholten sich nach der anti-psoriatischen und antiviralen Therapie rasch. Psoriasis und andere autoimmune Erkrankungen sollten bei der Planung einer Therapie mit Peg-IFNα immer in Betracht gezogen worden, obwohl sie nur selten auftreten. Die Patienten sollten über dieses mögliche Risiko noch vor Beginn der Therapie informiert werden.

Muhammed Sait Dag, Zeynel Abidin Öztürk, Nimet Yılmaz, Hakan Çam, Prof. Abdurrahman Kadayıfçı, Wiener klinische Wochenschrift 17/18/2013

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