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Innere Medizin 30. Juni 2005

Jährliche Grippeimpfung rettet Leben

Je öfter jemand die jährliche Grippe-impfung erhält, desto besser ist er vor einer Influenza-Infektion geschützt, wie eine aktuelle große niederländische Studie belegt.

Ziel der Studie war es, die Wirkung des Grippe-Impfprogramms in den Niederlanden auf die Sterberate älterer Menschen zu untersuchen, wie Dr. Bruno H. Ch. Stricker vom Erasmus Medical Center in Rotterdam und seine Kollegen berichten (JAMA 292, 2004, 2089). Dazu wurden die Daten eines medizinischen Registers von 150 niedergelassenen Allgemeinmedizinern aus den Jahren 1996 bis 2002 analysiert. Von den 26.071 Patienten im Alter über 65 Jahre wurde dabei für jedes Jahr der Impfstatus registriert und mit der Sterberate verglichen. Während der sechsjährigen Untersuchung starben insgesamt 3.485 der Studienteilnehmer. Für jede erste Grippe-Impfung wurde dabei eine jährliche Reduktion des Sterberisikos um zehn Prozent ermittelt. Bei einer Wiederholungsimpfung sank das Sterberisiko weiter. Insgesamt berechneten die Forscher, dass 302 Erstimpfungen nötig sind, um ein Menschenleben zu retten. Bei Probanden mit Impfungen in zwei oder mehreren aufeinander folgenden Jahren reichten 195 Wiederholungsimpfungen aus, um einen Todesfall zu verhindern. In den Zeiten von Grippewellen war die Sterberate bei den Geimpften um 28 Prozent erniedrigt. Hochbetagte und chronisch Kranke profitierten am meisten. Wurde die Impfserie einmal unterbrochen, erhöhte sich das Sterberisiko im ersten Jahr ohne Impfung wieder um 25 Prozent und in den nächsten Jahren weiter. „Die Ergebnisse stützen die Empfehlung, ältere Menschen jedes Jahr gegen Grippe zu impfen", ist das Fazit von Stricker. Dadurch kann die Sterberate klar gesenkt werden.

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