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Patent für Diagnosemethode erteilt.

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©Sissi Furgler Fotografie

Prof. DDr. Andrea Olschewski, Leiterin des Ludwig Boltzmann Instituts für Lungengefäßforschung
 

 
Innere Medizin 29. Juli 2013

Patent für Verfahren zur Diagnose von Lungenhochdruck erteilt

Nicht-invasiv und ohne Herzkatheter kann die gefährliche Hochdruckerkrankung nun erkannt werden.

Vor etwas mehr als zwei Jahren sagte Prof. DDr. Andrea Olschewski, Leiterin des Ludwig Boltzmann Instituts für Lungengefäßforschung beim Interview mit der Ärzte Woche: „Eines unserer wichtigsten Ziele ist, einfache und schonende Verfahren für eine frühere Diagnose zu entwickeln und es zu ermöglichen, in einem früheren Stadium gezielt therapieren zu können.“ Nun kann die Grazer Expertin einen großen Erfolg verbuchen. Das im LBI für Lungengefäßforschung entwickelte neue Diagnoseverfahren mittels Computertomografie (CT) erhielt nun das Patent zugesprochen.


Der Lungenhochdruck entsteht schleichend und ohne spezifische Beschwerden. Bislang war die Diagnostik aufwändig mittels Rechtsherzkatheter, eine invasive Untersuchung und deshalb ungeeignet für Routineuntersuchungen in der Bevölkerung. Das ist der Hauptgrund, warum die heimtückische Krankheit in der Regel sehr spät erkannt wird. Unbehandelt führt der Lungenhochdruck aber im Schnitt bereits nach drei Jahren zum Tod.

Patent für schonendes Verfahren

Mit der nun patentierten Untersuchungsmethode kann der Lungenhochdruck im Rahmen einer Routineuntersuchung angewendet werden und bietet nun eine Chance auf frühe Therapie. „Unsere neue Methode erfasst den Blutfluss in der Lungenarterie im Rahmen von Thorax-CT-Untersuchungen, die häufig im Rahmen der Lungendiagnostik (Lungenembolie oder Lungenkrebs) durchgeführt werden", erklärt Andrea Olschewski, "dieses Verfahren könnte zur einer deutlich früheren Erkennen von Patienten mit Lungenhochdruck beitragen und den Betroffenen die Chance auf eine frühere Therapie dieser gefährlichen Krankheit geben.“

Zusammenarbeit von Grundlagen- und angewandter Forschung

Im LBI für Lungengefäßforschung arbeiten Grundlagenforscher Hand in Hand mit klinischen Ärzten an einem Zentrum zusammen. Offenbar ein Erfolgsrezept auf dem Weg, der heimtückischen Erkrankung ihren Schrecken zu nehmen.
Neben dem neuen Diagnoseverfahren arbeiten die Forscher auch an neu zu entwickelnden Medikamenten, welche die Lebenserwartung erhöhen sowie die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität der Patienten verbessern sollen.
Auch das neue nicht-invasive Diagnoseverfahren für Lungenhochdruck ist in intensiver Zsammenarbeit verschiedener Institutionen gelungen. Andrea Olschewski: „Dieses Patent ist in Kooperation des LBI für Lungengefäßforschung (Dr. Zoltán Bálint und DI Michael Pienn) mit der Technischen Universität Graz (Prof. Dipl. -Ing. Dr. techn. Rudolf Stollberger) und mit der klinischen Abteilung für Lungenkrankheiten der Medizinischen Universität Graz (Prof. Dr. Horst Olschewski und PD. Dr. Gabor Kovacs) entstanden."

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(c)Assoc. Prof. Dr. Andelko Hrzenjak

 

Erfinder des nicht-invasiven Diagnoseverfahrens für Lungenhochdruck (v.l.n.r.): Dr. Gabor Kovacs, DI Michael Pienn, Prof. Dr. Rudolf Stollberger, Prof. Dr. Horst Olschewski, Dr. Zoltan Balint.

 

Links:
http://lvr.lbg.ac.at  
Video: http://lvr.lbg.ac.at/news/lbi-lvr-video-de  
www.lungenhochdruck.at  

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