zur Navigation zum Inhalt
 
Innere Medizin 30. Juni 2005

Hepatitis C: Virusgenotyp bestimmt Therapiedauer

EU-Kommission trägt neuen Erkenntnissen über eine effiziente Behandlung bei Hepatitis C Rechnung und bewilligte Änderung der Zulassung von Pegasys®.

Die Zulassungsänderung für Peginterferon alfa-2a [40KD]) (Pegasys®) reflektiert das Ergebnis einer wichtigen Studie von Roche, die zeigt, dass bei chronischer Hepatitis C die erforderliche Dauer der Kombinationstherapie und die Dosierung von Copegus® (Ribavirin) vom Genotyp des Virus abhängen. Für die Patienten bringt dieser Entscheid den Vorteil, dass sie nur noch so lange behandelt werden müssen, wie für den entsprechenden Virusgenotyp nötig.
Die EU empfiehlt bei einer Infektion mit dem Virus des Genotyps 1 eine zwölfmonatige Behandlung mit der Standarddosierung von Copegus® (Ribavirin), bei einer Infektion mit dem Virus des Genotyps 2/3 eine Therapie von sechs Monaten mit einer niedrigeren Dosierung von Copegus®. Die Entscheidung basiert auf der einstimmig positiven Beurteilung des Ausschusses für Arzneimittelspezialitäten vom 24. April 2003.
Die Zulassungsänderung sieht zudem auch vor, dass für eine Behandlung mit Pegasys® vorgängig keine Biopsie zur Bestimmung des Ausmaßes der Lebererkrankung erforderlich ist. Dies stellt für die Patienten eine besondere Erleichterung dar. Die Kombinationstherapie mit Pegasys® ist in Europa zudem als einzige Hepatitis-C-Behandlung mit pegyliertem Interferon für Patienten zugelassen, die an einer kompensierten Zirrhose leiden. Die klinischen Ergebnisse, auf die sich die EU-Kommission stützte, zeigten, dass mit der Kombinationstherapie von Pegasys® und Copegus® bei chronischer Hepatitis C eine der höchsten je beobachteten SVR-Raten (Sustained Virological Responses), das heißt dauerhafte Virussuppression, erzielt werden konnte.
Diese ist erreicht, wenn der Patient während sechs Monaten nach Abschluss der Behandlung keine nachweisbare Virenlast aufweist und entsprechend als virenfrei, respektive "geheilt" gilt
Die Pegasys®-Studie fand auch auf der Konsensuskonferenz der US-Gesundheitsbehörde NIH (National Institutes of Health) über die Therapie von Hepatitis C Beachtung. Die Daten bestätigen, dass der Genotyp bei der Therapie eine wichtige Rolle spielt.

Weitere Informationen: Dr. Alexander Zach,
Roche Austria GesmbH, Tel.: 01 / 277 39 -0,
e-mail:

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben