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Innere Medizin 1. Dezember 2006

Therapie der malignen Magenausgangsstenose: Endoskopischer Metall-Stent versus Gastroenteroanastomos

GRUNDLAGEN: Zur palliativen Therapie einer malignen Magenausgangsstenose wird bis heute meistens eine Gastroenterostomie angelegt. Dieser Eingriff hat aber eine signifikante Morbiditäts- und Mortalitätsrate und ist häufig mit einer Magenentleerungstörung assoziiert. Die endoskopische Stentimplantation zur symptomatischen Therapie einer malignen Magenausgangsstenose ist dagegen ein wenig invasiver Eingriff. In dieser Studie wird die endoskopische Stentimplantation mit der operativen Anlage einer Gastroenterostomie verglichen. METHODIK: In dieser Studie werden 22 Patienten nach endoskopischer Stentimplantation, mit 17 Patienten nach Anlage einer Gastroenterostomie, zur symptomatischen Therapie einer malignen Magenausgangsstenose, verglichen. Die Patienten sind während des gleichen Zeitraumes behandelt worden. ERGEBNISSE: Die Obstruktionssymptomatik konnte bei allen 22 Patienten durch die endoskopische Stentimplantation gebessert werden (100%). Im Vergleich dazu kam es nur bei 11 von 17 Patienten zu einer Besserung der Obstruktionssymptomatik nach operativer Anlage einer Gastroenterostomie (64,5%). Die "Stentpatienten" hatten einen kürzeren Spitalsaufenthalt (4 Tage vs. 13 Tage), konnten früher oral ernährt werden (1 vs. 6 Tage), hatten geringere Spitalskosten (€ 2143 vs. € 6617) und keine eingriffsbedingte Mortalität (0/22 vs. 3/17). Die Unterschiede bezüglich Spitalsaufenthaltsdauer, Verbesserung der Obstruktionssymptomatik, Nahrungskarenz und Spitalskosten sind statistisch signifikant (p < 0,05). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die endoskopische Stentimplantation zur palliativen Therapie der malignen Magenausgangsstenose ist hoch effizient, sehr sicher und kostengünstig. Sie sollte das Verfahren der Wahl zur Palliation einer malignen Magenausgangsstenose sein.

A. El-Shabrawi, H. Cerwenka, H. Bacher, P. Kornprat, J. Schweiger, H.-J. Mischinger, European Surgery

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