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Innere Medizin 18. Juni 2013

Pharmakologische Therapie der Finger-, Knie- und Hüft-Osteoarthrose

Die Osteoarthrose (OA) ist eine Gelenkerkrankung mit hoher Prävalenz und betrifft > 90 % der Bevölkerung, in Abhängigkeit von unterschiedlichen Risikofaktoren. Die symptomatische OA ist weniger häufig, benötigt jedoch ein individuell zusammengestelltes Therapieregime, das aus nicht-pharmakologischen und pharmakologischen Therapien besteht. Pharmakologische Therapien beschränken sind hauptsächlich auf analgetische und anti-inflammatorische Agentien; strukturmodifizierende Modalitäten existieren nicht. Die Therapie von Finger-, Knie- und Hüft-OA ist grundsätzlich sehr ähnlich und unterscheidet sich lediglich in wenigen Punkten. Topische Agentien oder Paracetamol werden als „first-line“-Therapien empfohlen. Bei unzureichendem Ansprechen sollten orale nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) oder selektive COX-2 Hemmer eingesetzt werden. Tramadol kann bei NSAR-Versagen verordnet werden. Glucosamin and Chondroitin Sulfat werden bei Knie- und Hüft-OA nicht länger empfohlen; bei Fingerpolyarthrosen kann Chondroitin Sulfat Wirkung zeigen. Orale NSAR sollten aufgrund ihres Nebenwirkungsprofils prinzipiell lediglich mit Vorsicht verordnet werden. Opioide werden nicht empfohlen, da der klinische Nutzen deutlich von Risiken für schwerwiegende Nebenwirkungen überschattet wird.

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