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Innere Medizin 18. Juni 2013

Arthrose: Histologie und Pathogenese

Die Arthrosis deformans ist die häufigste Gelenkserkrankung und betrifft über 60 % der älteren Population. Die Erkrankung ist durch fortschreitenden Knorpelverust gekennzeichnet und führt zu einer limitierterten Bewegungsfreiheit. In den meisten Fällen beginnt der Krankheitsverlauf spontan ohne ersichtlichen Grund. Diese primäre Form manifestiert sich oft oligoartikulär und betrifft vor allem die Hüfte, das Knie, die Halswirbelsäule, die interphalangealen Gelenke der Finger oder die tarsometatarsalen Gelenke. Bei einer zugrunde liegenden systemischen Erkrankung oder lokal destruierenden Faktoren ist der Knorpelabbau als sekundäre Arthrose zu bezeichnen. Die Pathogenese der primären Arthrose basiert auf einer intrinsischen Erkrankung des Knorpels, bei der biochemische und metabolische Veränderungen zu dessen Zusammenbruch führen. In den letzten Jahrzehnten wurden auch pathogenetische Modelle entworfen, die andere Gelenksanteile wie Knochen oder den Bandapparat in den Mittelpunkt stellen. Veränderungen des subchondralen Knochens, die dem Knorpelabbau voran gehen, lenkten die Aufmerksamkeit auf die subchondrale Region als Ort des primären Geschehens. Weitere Untersuchungen konzentrierten sich auf die metabolische Aktivität der Chondrozyten im unveränderten Knorpelgewebe von Arthrosepatienten. Der ausschlaggebende Faktor für den Krankheitsbeginn ist jedoch immer noch unklar. Dieser Übersichtsartikel beschreibt die morphologischen Veränderungen in Abhängigkeit des Krankheitsstadiums und gibt einen Einblick über verschiedene pathogenetische Risikofaktoren.

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