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Innere Medizin 30. Juni 2005

Radiofrequenz-Therapie wirkt gegen Sodbrennen

Hannover. Die endoskopische Radiofrequenz-Therapie könnte eine Alternative zu der bisher medikamentösen Behandlung bei Sodbrennen sein. Die ersten Ergebnisse sind laut Gastroenterologen der Medizinischen Hochschule Hannover vielversprechend. 
Die Radiofrequenz-Therapie ist ein endoskopisch kontrolliertes Verfahren: Am unteren Ende des Schlauches befindet sich ein Ballon. Er wird am gastroösophagealen Übergang aufgepumpt, so dass er rundherum an der Speiseröhrenwand anliegt. Danach werden vier kleine Nadeln ausgefahren, die die Radiofrequenz-Energie auf das Gewebe übertragen - vergleichbar mit einer leichten Erwärmung, jedoch ohne dass Zellen zugrunde gehen. Dies wird in kurzen Abständen auf mehreren Höhen wiederholt. Das Verfahren wirkt, indem zugeführte Energie die Speiseröhrenwand anregt, neues Bindegewebe zu bilden. Dadurch engt sich der Raum im Speiseröhren-Magen-Übergang von innen ein. 
Nach der Therapie müssen die gewohnten Medikamente acht Wochen lang weiter eingenommen werden, damit das neue Bindegewebe ausreichend Zeit hat, sich zu bilden. 

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