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Innere Medizin 30. Juni 2005

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Der Fachbereich Gastroenterologie und Hepatologie hat sich in den letzten fünfzig Jahren zu einer der am meisten "florierenden" Spezialitäten in der Medizin entwickelt, was sich wiederum auch im Internet widerspiegelt. Zahlreiche Organisationen, Institute und Krankenhäuser informieren über ihre Forschungen und neuesten Ergebnisse. Darüber hinaus bieten diverse sowie renommierte "Journals" die Möglichkeit, wissenschaftliche Arbeiten im Netz zu veröffentlichen. Selbsthilfegruppen vor allem auf dem Gebiet der Hepatitis sind stark vertreten und bieten eine Fülle aktueller Infos. So verwundert es kaum, dass diese Selbsthilfegruppen auch so manchem Health-Professional interessante Informationen bieten können.

Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie
http://www.oeggh.at/default.htm

Die ÖGGH (Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie) informiert auf ihrer Site Kollegen über verschiedenste standespolitische Fragen. Angefangen von einer Auflistung aller Mitglieder und Ausbildungsstätten über diverse Preise und Stipendien bis hin zu wertvollen Adressen von Arbeitsgruppen reicht der Informationsbogen. Verschiedene Downloadmöglichkeiten bereichern das Angebot. Darunter finden sich Konsensreports zu wichtigen Themen wie "Diagnostik und Therapie der Zöliakie im Adoleszenz- und Erwachsenenalter", "Qualitätssicherung im Bereich der gastrointestinalen Endoskopie" oder "Empfehlungen zur Behandlung der Virushepatitis". Die Gesellschaft zeigt sich dabei auch an der Meinung des Besuchers interessiert und bittet, Feedbackbögen zu beantworten etc.

Viral Hepatitis Prevention Board
http://www.vhpb.org

Ziel dieser Vereinigung ist, bewusst zu machen, dass virale Hepatitiden ein erhebliches Gesundheitsproblem unserer Zeit darstellen. Da uns die Virushepatitiden in der Arbeitswelt sowie im gesamten sozialen Umfeld begegnet, müssen Vorbeuge- sowie Kontrollmaßnahmen weiter forciert werden. Wichtige Impfempfehlungen zur Kontrolle und Elimination dieser Infektionskrankheiten findet man unter der oben angeführten URL. Diverse Newsletter der VHPB können hier gelesen und auch heruntergeladen werden. Eine umfangreiche Liste über Bücher und andere Publikationen zu diesem einschlägigen Thema steht dem Besucher dieser Webadresse zur Verfügung. Besonders hervorzuheben ist die weiterführende Linksammlung mit gut ausgewählten und beschriebenen Internetadressen über Hepatitis im Speziellen und Infektionskrankheiten im Allgemeinen.

The European Association for the Study of the Liver
http://www.easl.ch

Diese Vereinigung auf Europaebene widmet sich der Forschungsförderung von Lebererkrankungen, um dadurch langfristig einen Beitrag zur Verbesserung der Therapie zu liefern. Als aktiver Berater vieler europäischer und nationaler Gremien konnte sich diese Vereinigung eine beachtliche öffentliche Anerkennung erwerben und vernetzt so weltweit Wissenschafter dieses Gebietes. Auf ihrer Website informiert die EASL über Kongresse und nationale Kontaktadressen sowie über die regelmäßig erscheinende offizielle Zeitschrift "The Journal of Hepatology".

Deutsche Morbus-/Crohn-/ Colitis-ulcerosa-Vereinigung
http://www.dccv.de/home

Bei der Morbus-Crohn-/Colitis-ulcerosa-Vereinigung (DCCV) arbeiten Betroffene, die an einer der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen leiden, im Sinne einer Selbsthilfegruppe. Mit mehr als 11.000 Mitgliedern gehört die DCCV zu einer der größten Patientenvereinigungen Deutschlands. Als große Herausforderung für die kommenden Jahre sieht die DCCV nach wie vor die Verbesserung der klinischen und ambulanten Versorgung chronisch Kranker, besonders im Hinblick auf die aktuelle Entwicklung im Gesundheitswesen. Über die Website kann man mehr über diese Patientenvereinigung erfahren. Viele Servicedienste sollen nicht nur dem Laien, sondern auch dem Experten einschlägige Hilfe und Unterstützung in der alltäglichen Arbeit bieten.

Arbeitsgemeinschaft Gastroenterologische Onkologie
http://www.ruhr-uni-bochum.de/ago-dgvs

Die offizielle Web-Seite der Arbeitsgemeinschaft Gastroenterologische Onkologie (AGO) der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen bietet Informationen zu aktuellen klinischen Therapiestudien und Veranstaltungen. Ausdrücklich wird auf der Website darauf hingewiesen, dass es sich bei diesem sensiblen Thema um eine Webadresse für Ärzte und medizinisches Personal handelt. Dem Besucher wird ein Überblick über aktuell laufende, gerade eingereichte sowie abgeschlossene Studien geboten. Genauere Informationen kann man sich auf der jeweiligen Seite holen.

European Helicobacter Study Group
http://www.helicobacter.org/

Ausgehend von nationalen Clubs und Vereinigungen, in denen sich Wissenschafter und Interessierte zum Forschungsthema "Helicobacter pylori" zusammengeschlossen haben, wurde 1987 diese internationale Vereinigung in Kopenhagen gegründet. Länder, die keine lokalen Vereinigungen haben, entsenden einen auf diesem Gebiet anerkannten Kollegen in diese Organisation. Die WWW-Adresse beantwortet Fragen von Laien in anschaulicher Form und führt die User in diesem Rahmen auch auf andere Websites weiter. Ebenso kann sich der niedergelassene Arzt mit Hilfe eines interaktiven Fragebogens Hilfe bei der Therapie seiner Patienten holen. Die Informationen aus den ausgefüllten Fragebögen werden im Gegenzug dazu benutzt, um festzustellen, ob und wie weit die Maastricht-2000-Empfehlungen in der Praxis anwendbar und geeignet sind.

Gastroenterology-Journal
http://www.gastrojournal.org/

"Gastroenterology" publiziert Orginalpapers, Rezensionen, Fallberichte sowie Artikel über sämtliche Aspekte zum Thema Verdauungstrakt und Leber. Damit Manuskripte angenommen werden können, müssen sie den international anerkannten Vorgaben über die Form wissenschaftlicher Veröffentlichungen entsprechen. Nichtmitglieder haben die Möglichkeit, Abstracts zu lesen und Volltext-Suchen durchzuführen, ohne jedoch die Volltextversion lesen zu können. Dafür ist eine Anmeldung notwendig. Der Bezug der Printversion ermöglicht aber ebenfalls den vollen Zugang zu den Online-Diensten der Publikation.

European Union of Medical Specialists
http://www.uems.be/gastro.htm

Am 20. Juli 1958 wurde durch Abgesandte der sechs Gründerstaaten der "European Community" die "European Union of Medical Specialists" (U.E.M.S.) mit der Absicht gegründet, Mindestanforderungen für eine Harmonisierung der Ausbildung zum Facharzt zu definieren. Die Zukunftsvision der Gründer war, den Ärzten die Möglichkeit zu bieten, in diesen sechs Ländern ein anerkanntes Diplom zu erhalten und dadurch leichter von einem in ein anderes Mitgliedsland zu wechseln. Die U.E.M.S. gründete in den darauffolgenden Jahren Sektionen für alle in den Mitgliedsstaaten praktizierten Fächer.
Durch die Vergrößerung der Union auf zwölf Mitgliedsstaaten wurde auch die U.E.M.S. erweitert und umfasste bald 34 Sektionen. In den 90er-Jahren öffnete sich die U.E.M.S. dann auch immer mehr den zentral- und osteuropäischen Ländern. Auf der Website der U.E.M.S. - "Section of Gastroenterology" - wird der User über ein europaweites Austauschprogramm informiert. Nach einer kurzen Vorinformation über Dauer, Ort und Voraussetzungen kann sich der Interessierte anhand der Mailadressen direkt an die entsprechende Kontaktperson wenden. Natürlich fehlt auch der Link zur Info über die "CME - Certification by the European Board of Gastroenterology" nicht. 

DR. Gerhard Weigl, Ärzte Woche 16/2001

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