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Innere Medizin 30. Juni 2005

HP-Impfung noch nicht in Sicht

Hannover. In Anbetracht der bei einer Eradikationstherapie auftretenden Resistenzen ist eine Impfung gegen Helicobacter pylori wünschenswert, aber noch Zukunftsmusik. Erfolgreiche Ansätze aus Tierversuchen lassen sich nicht auf den Menschen übertragen.
Die Suche nach einem Impfstoff, der eine akute Infektion mit H. pylori beseitigt und vor erneuter Infektion schützt, ist schwieriger als zunächst vermutet. 

Als Impfstoffträger wurde unter anderem ein hitzelabiles Enterotoxin aus E. coli geprüft. Damit lässt sich zwar bei Menschen die Bakteriendichte reduzieren und damit vorübergehend ein therapeutischer Effekt erzielen, aber es besteht keine anhaltende Immunität. Vielversprechender scheint eine Strategie, bei der gentechnisch veränderte Salmonellen als Träger verwendet werden.
Bei diesem Verfahren wird eine vorwiegend TH1-zellvermittelte Immunität erzielt. Für eine Langzeit-Immunität ist aber eine verstärkte TH2-gesteuerte Immunantwort nötig. 
Die Suche nach einem geeigneten Adjuvans geht weiter.

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