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Innere Medizin 30. Juni 2005

Dyspepsie: Oft Symptomwechsel

München. Bei Patienten mit Dyspepsie ändern sich im Krankheitsverlauf oft die Leitsymptome. Deshalb sollten diese Kranken initial nicht als Ulkus-, Reflux-, Motilitäts- oder unbestimmter Typ eingeordnet werden.

Das hat eine Auswertung der PRESTO-Studie (prospektive epidemiologische Studie bei Oberbauchbeschwerden) ergeben. Über die Ergebnisse berichtete Prof. Dr. Hans-Dieter Allescher von der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der TU München bei einer Veranstaltung des Komitees Forschung Naturmedizin in München.

1.880 Patienten wurden innerhalb von zwei Jahren sechs Mal untersucht. Bei 18 Prozent hatten sich die Symptome dreimal, bei 20 Prozent zweimal und weiteren 22 Prozent einmal verändert. Am häufigsten sei ein Symptomwechsel bei denjenigen Patienten festgestellt worden, die initial dem Ulkus-Typ zugeordnet worden seien, sagte Allescher.

Bei Frauen sowie bei jüngeren Patienten änderten sich die Symptome häufiger als bei Männern oder älteren Menschen. Dieser Symptomwechsel könne Dyspepsie-Patienten beunruhigen, so Allescher. Er rät deshalb, Patienten darüber aufzuklären, dass Veränderungen der Leitsymptome zum Krankheitsbild gehören.Die PRESTO-Studie mit insgesamt 3.000 Patienten hat auch ergeben, dass sich diese Patienten bezogen auf ihre Lebensqualität ebenso stark eingeschränkt fühlen wie etwa Patienten mit Arthritis oder Herzinsuffizienz. 

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