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Innere Medizin 30. Juni 2005

Hohe Heilungsrate bei erosiver Ösophagitis

Seit erstem Oktober dieses Jahres ist auch in Österreich der erste Protonenpumpeninhibitor (PPI) der zweiten Generation kassenfrei erhältlich. Was von Esomeprazol - Nexium® - zu erwarten ist, wurde im Rahmen der United European Gastroenterology Week (UEGW) in Amsterdam erläutert. Dort wurden die Resultate einer randomisierten Multicenter Doppelblindstudie präsentiert, die die Wirksamkeit von Nexium® im Vergleich zu Lansoprazol untersuchte. 

Heilung ungeachtet des Schweregrades

In die Studie wurden 5.241 erwachsene Patienten aufgenommen, bei denen mittels Endoskopie eine erosive Ösophagitis diagnostiziert wurde. Die Patienten erhielten einmal täglich Nexium® 40mg bzw. Lansoprazol 30mg über acht Wochen. Es konnte dabei gezeigt werden, dass nach diesen acht Wochen unter der Therapie mit Nexium® mehr Patienten als unter der Therapie mit Lansoprazol geheilt werden konnten. Außerdem konnte das Hauptsymptom der erosiven Ösophagitis - Sodbrennen - unter der Therapie mit Nexium® schneller und dauerhaft behoben werden.
Dazu Professor David Johnson von der Eastern Virginia School of Medicine: "Die Resultate sind extrem eindrucksvoll. Während mit den meisten PPIs eine über 80 prozentige Heilungsrate bei Patienten mit leichteren erosiven Ösophagusschäden zu erreichen ist, sehen wir in dieser Studie unter einer Therapie mit Nexium® erstmals eine konstant hohe Heilungsrate ungeachtet des Schweregrades der Ösophagitis."

In Zahlen ausgedrückt würde dies Folgendes bedeuten: Würde man alle Europäer mit einer erosiven Ösophagitis mittels Nexium® behandeln, könnte man verglichen mit Lansoprazol um 580.000 mehr Patienten während nur einer einzigen Behandlungsperiode heilen. Aber durch eine Behandlung mit Nexium® kann nicht nur eine hohe Heilungsrate, sondern auch ein schneller Therapieerfolg erreicht werden. Dies zeigten zwei vergleichende Studien zwischen Omeprazol und Esomeprazol.

Auch hier handelte es sich um randomisierte Multicenter Doppelblindstudien, an denen insgesamt mehr als 4.000 Patienten mit erosiver Ösophagitis teilnahmen. Verglichen wurden die Heilungsraten unter einer Therapie mit 40mg Nexium® einmal täglich versus Omeprazol 20mg einmal täglich. Dabei zeigte sich, dass unter Nexium® in nur vier Wochen nahezu der gleiche Therapieerfolg wie unter Omeprazol nach erst acht Wochen erzielt werden konnte. Auch hier war die Überlegenheit von Nexium® bei Patienten mit schwerer Ösophagitis offensichtlich.

Prof. Peter Kahrilas von der Nothwestern University Medical School erklärte: "Wir wissen aus ph-Studien, dass Nexium® eine effektivere Säurekontrolle als alle anderen PPIs bewirkt. Somit ist es auch nicht unrealistisch anzunehmen, dass Nexium® effektiver in der Heilung von erosiven Ösophagusschäden ist als andere PPIs, zumal für eine Heilung eine entsprechende Reduktion des ösophagealen ph-Wertes benötigt wird."

Die bessere Säuresuppression und die damit verbundene hohe Effizienz von Nexium® macht eine Symptomkontrolle bei Patienten mit gastroösophagealem Reflux ohne Ösophagitis durch eine "Bei Bedarf"-Therapie möglich. Nach erfolgreicher Symptomrückbildbildung konnte bei 90% der Patienten durch diese Therapieform eine wirksame Symptomkontrolle erreicht werden. Dabei nahmen die Patienten durchschnittlich jeden dritten Tag eine Dosis Nexium®, die meisten davon an drei oder weniger auf einander folgenden Tagen. 

Eradikation von Helicobacter pylori

Aufgrund der hohen Heilungsraten, des raschen Wirkungseintritts und der erstmals für einen PPI zugelassenen Bedarfstherapie hat Nexium® ein bedeutendes Kosteneinsparungspotenzial. Ergänzend sei noch erwähnt, dass Nexium® natürlich auch zur Helicobactereradikation eingesetzt werden kann. Eine Nexium® Tripeltherapie (Nexium® 20mg, Amoxicillin 1000mg und Clarithromycin 500mg jeweils zweimal täglich für 7 Tage) ermöglicht Eradikationsraten von zirka 90 Prozent.

Quelle: AstraZeneca Media Information

Dr. Martina Zach, Ärzte Woche 42/2001

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