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Innere Medizin 27. April 2013

Einstellung der Hypertonie: Vergleich der Ergebnisse in einem Praxiszentrum am Land mit denen einer städtischen Familienpraxis

Ziel der Studie: Auf Grund der Häufigkeit und des oft schlechten Managements ist die Hypertonie ein ernstes Problem des öffentlichen Gesundheitswesens. Wir verglichen die Einstellung der Hypertonie über 5 Jahre in einer ländlichen Umgebung mit der einer städtischen. Die anfängliche Hypothese war, dass die Hypertonie- Kontrolle in einer Stadt (Split) besser als am Land (Trilj) sein müsste.

Methodik: In einer historisch-prospektiven Studie wurden die Daten von 2005, 2006 und 2010 zweier Familienpraxen ausgewertet. 117 Patienten (66 aus der ländlichen, 51 aus der städtischen Praxis), bei denen 2005 eine Hypertonie festgestellt worden war, wurden untersucht: das mittlere Alter war 60,92 ± 10,03 (30–82) Jahre. Die RR-Werte vom Beginn der Studie, nach einem Jahr und nach 5 Jahren wurden erhoben. T-Test und χ2-Test wurden zu statistischen Auswertung verwendet.

Ergebnisse: In der städtischen Praxis war die Anzahl der Raucher, der Patienten mit einer positiven Familienanamnese, mit Übergewicht und mit dokumentierter Hyperlipidämie höher. Die initialen RR-Werte waren in beiden Praxen ähnlich. In den folgenden 5 Jahren wurde ein Abfall festgestellt. Während der Studie stieg der Einsatz von ACE-Hemmern (in Split um 45 %, in Trilj um 133 %) und Calciumkanalblocker (in Split um 76,9 %, in Trilj um 525 %). Die Anzahl der Patienten mit Monotherapie wurde reduziert.

Schlussfolgerungen: Die Blutdruckeinstellung war in der städtischen Praxis besser. Nach 5 Jahren war die Zahl der normotensiven Patienten trotz der höheren Häufigkeit von zusätzlichen Risikofaktoren höher als in der Land-Praxis. Die Kontrolle des Hochdrucks war in beiden Praxen noch immer mangelhaft. Patienten mit Hypertonie sollten aktiv an der Behandlung teilnehmen.

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