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Innere Medizin 6. April 2013

Selenaufnahme und Selen-Blutspiegel – ein neu entwickelter Ernährungsfragebogen

Ziel: In der vorliegenden Studie wurde die Beziehung zwischen Schilddrüsenerkrankungen, der individuellen Selenaufnahme und dem Selenspiegel im Vollblut untersucht.

Methodik: Die Einnahme von Selen durch Lebensmittel sowie die Ernährungsgewohnheiten unserer Patienten und Patientinnen der Schilddrüsenambulanz wurden analysiert. 212 Pobanden aus der Schilddrüsenambulanz zweier Krankenhäuser wurden befragt. 21/212 Probanden hatten keine Schilddrüsenerkrankung und dienten als Kontrolle. Ein Ernährungsfragebogen genannt Food Frequency Questionnaire (FFQ) wurde entwickelt, um die individuelle Selenaufnahme zu definieren. Aus fünf verschiedenen Gruppen von Lebensmitteln wurden insgesamt 15 selenreiche Lebensmittel ausgewählt, die in Österreich erhältlich sind. Klinische und ernährungsphysiologische Daten wurden analysiert.

Ergebnisse: Tierische Produkte wie Milch und Fleisch (Schwein, Rind und Geflügel) spielen die wichtigste Rolle für die Selenversorgung in der österreichischen Ernährung. 86  % der Studienpopulation lag bezüglich der Seleneinnahme unter dem so genannten Estimated Average Requirement (EAR), der durchschnittlich geforderten Selenaufnahme. Der Selenspiegel war bei euthyreoten Probanden höher im Vergleich zu hypo-und hyperthyreoten Patientinnen und Patienten.

Schlussfolgerungen: Die Resultate zeigten einen Zusammenhang zwischen dem Selenspiegel und Schilddrüsenfunktionstörungen. Der neu entwickelte Ernährungsfragebogen konnte eine signifikante positive Korrelation zwischen Selenaufnahme über die Ernährung und dem Selenblutspiegel darstellen.

Marianne Pestitschek, Charlotte Sonneck-Koenne, S. R. Zakavi, Shuren Li, Peter Knoll, Siroos Mirzaei, Wiener klinische Wochenschrift 5/6/2013

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