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Innere Medizin 6. April 2013

Die Ecarin-aktivierte Rotationsthrombelastometrie als bettseitig verfügbares Monitoring für den direkten Thrombininhibitor Argatroban

Hintergrund: Ein exaktes Monitoring könnte die individuelle Dosierung und das perioperative Management einer Antikoagulation mit dem direkten Thrombininhibitor Argatroban deutlich erleichtern. Im Prinzip wäre die „Ecarin Clotting Time“, ein Laborgerinnungstest, dafür geeignet; dieser Test wird aber nur von ausgewählten Labors angeboten. Für die bettseitig verfügbare Rotationsthrombelastometrie (ROTEM®) gibt es einen ebenso mit Ecarin aktivierten Testansatz, der für das Vorliegen von direkten Thrombininhibitoren empfindlich ist. Ziel dieser Studie war die Ermittlung der Korrelation zwischen Argatroban-Konzentration und Ecarin-aktivierter Rotationsthrombelastometrie (EMT).

Methodik: In dieser in-vitro Studie wurde Blut von gesunden Probanden mit Argatroban in unterschiedlichen Konzentrationen versetzt und anschließend mittels ROTEM® vermessen. Hauptzielparameter war die Gerinnungszeit (clotting time, CT).

Ergebnisse: Mit steigenden Argatroban Konzentrationen war die EMT CT verlängert (von 83,3 ± 6,7 s ohne Argatroban auf 743,5 ± 138,2 s bei 2 μg/ml Argatroban). Die Korrelation zwischen der Argatroban Konzentration und der EMT CT war hoch (r = 0,94) und statistisch signifikant (p < 0,01).

Schlussfolgerung: Diese Ergebnisse sind vielversprechend; es bedarf aber noch der klinischen Überprüfung und Festlegung eines EMT Zielbereichs im Zusammenhang mit den Endpunkten Thrombose bzw. Blutung.

Eva Schaden, Andreas Schober, Stefan Hacker, Prof. Sibylle Kozek-Langenecker, Wiener klinische Wochenschrift 5/6/2013

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