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Innere Medizin 1. August 2006

Diagnostik bei gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD)

GRUNDLAGEN: Die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) betrifft etwa 20–40% der Bevölkerung in Europa und den USA. Sie ist mit Verlust der Lebensqualität, Ösophagusfunktion und Änderung der Morphologie assoziiert. METHODIK: Übersicht mit level of evidence III–IV Arbeiten über GERD-Diagnostik. ERGEBNISSE: GERD-Symptome (Sodbrennen, Aufstoßen, Schluckstörung, Husten) sind mit saurem und nicht saurem Reflux, beeinträchtigter Ösophagusmotilität und pathologischer Morphologie (Stenose, Striktur, Ulkus, Ring; Zylinderepithelösophagus, CLE) assoziiert. Aus CLE mit intestinaler Metaplasie (Barrett-Ösophagus) kann sich über Dysplasie das Adenokarzinom des Ösophagus entwickeln. Korrelation der Symptome mit den Daten der Impedanz-pH-Metrie ermöglicht den Nachweis oder Ausschluss von GERD und sollte bei jenen durchgeführt werden, die GERD-Symptome bei normaler pH-Metrie haben. Bei der Endoskopie sollte auch eine normale Übergangszone biopsiert werden, um mikroskopischen CLE (± intestinaler Metaplasie, Dysplasie) auszuschließen. Die Bedeutung der hoch auflösenden Manometrie in der GERD-Diagnostik wird derzeit untersucht. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Anamnese, klinische Untersuchung und Erhebung der Lebensqualität sind von größter Bedeutung in der GERD-Diagnostik. Neue Technologien tragen dazu bei, zu untersuchen, ob GERD-Symptome auch wirklich durch Reflux verursacht werden.

Johannes Lenglinger, Claudia Ringhofer, Margit Eisler, Elena Devyatko, Enrico Cosentini, Fritz Wrba, Johannes Zacherl, Martin Riegler, European Surgery

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