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Innere Medizin 11. Juli 2005

Studie mit „rauchenden“ Asthmatikern

Dr. N. C. Thomson und Mitarbeiter vom Western Infirmary in Glasgow untersuchten in einer doppelblinden, prospektiven, Placebo-kontrollierten Studie (Thorax 2002;57:226-230) an 38 steroidnaiven erwachsenen Patienten mit leichtem Asthma den Einfluss ihrer Rauchgewohnheiten auf die Effektivität von inhalativen Kortikosteroiden. 21 der untersuchten Patienten waren Nichtraucher.

Die Teilnehmer an dieser Studie erhielten für drei Wochen jeden Tag 1.000 µg Fluticason per inhalationem oder Placebo. An Untersuchungsparametern wurden der Peak Exspiratory Flow (PEF) in der Früh und am Abend erhoben sowie spirometrische Werte, die bronchiale Hyperreaktivität und die Sputum-Eosinophilie. Die Inhalation des Kortikosteroids führte bei den nichtrauchenden Asthmatikern zu einer signifikant größeren Steigerung der morgendlichen PEF-Werte als bei Asthmatikern mit Nikotinkonsum (27 L/min vs. -5 L/min). Die weitaus günstigeren Werte für die nichtrauchenden Asthmatiker erstreckten sich auch auf alle weiteren geprüften Parameter. Die rauchenden Asthmatiker zeigten bei allen Prüfparametern keine signifikanten Verbesserungen unter inhalativem Kortikosteroid. 

Der Mechanismus, warum inhalative Kortikosteroide bei Asthmatikern mit Zigarettenkonsum ungenügend ansprechen, ist noch unbekannt. Die Ergebnisse dieser Studie sollten jedoch dazu veranlassen, rauchende Patienten mit obstruktiven Atemwegserkrankungen noch eindringlicher und nachhaltiger als bisher einer Raucherentwöhnung zuzuführen - auch bei leichten Verlaufsformen.

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