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Innere Medizin 30. Juni 2005

Wertvoller Informationspool für allergologische Spurensucher

Das Frühjahr naht, und so kommt für viele Österreicher wieder die Zeit, in der sie verstärkt an Allergien gegen die verschiedensten Pollen leiden. Erstaunlich ist die Zunahme der Allergien, die in den letzten Jahren beobachtet wurde. Immer mehr Experten vertreten eine interessante Hypothese, dass nämlich bestimmte Infekte in früher Kindheit vor Allergien schützen. Das Spielen im Schmutz scheint sozusagen ein Fitnessprogramm für das Immunsystem zu sein. Allerdings muss ein gewisser Hygienestandard eingehalten werden, um gefährliche Infektionskrankheiten zu meiden.

Besteht allerdings ein Verdacht auf eine Allergie, sollte in jedem Fall ein allergologisch geschulter Facharzt aufgesucht werden. Generell gilt, je früher mit einer passenden Therapie begonnen wird, desto besser sind die Behandlungserfolge. Wer sich schon vorab über diese Erkrankung informieren möchte und sich im Internet umschaut, wird bemerken, dass dieses Thema breiten Raum einnimmt und sowohl für Experten als auch Patienten einiges an Informationsmaterial vorhanden ist.

Österr. Gesellschaft für Allergologie und Immunologie
http://www.akh-wien.ac.at/oegai/

Die Österreichische Gesellschaft für Allergologie und Immunologie präsentiert dem Surfer eine knappe Zusammenfassung der wichtigsten Kontaktadressen und Veranstaltungen. Breiteren Raum auf der Homepage nimmt die Jahreshauptversammlung sowie eine umfangreiche Linksammlung zum Thema ein. Erfreulicherweise erfährt diese URL ein regelmäßiges Update.

Deutscher Allergie- und Asthmabund
http://www.daab.de/index.cfm

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund ist der größte Patientenverband für Allergien, Asthma und Neurodermitis. Über 50.000 Betroffene sind in dieser Vereinigung organisiert. Deren Erfahrungen und das Fachwissen von unabhängigen Experten stehen jedem Mitglied zur Verfügung. Auf der Homepage können sich die Benutzer einen groben Überblick über diverse Allergien verschaffen, angefangen bei den Nahrungsmittelallergien bis hin zu Allergien im Säuglingsalter oder Berufsallergien. Jedes Mitglied kann sich gezielt nach Passworteingabe von den Experten beraten lassen. Natürlich kann man sich direkt auf der Webpage um eine Mitgliedschaft bewerben, welche allerdings kostenpflichtig ist.

Ärzteverband Deutscher Allergologen
http://www.aeda.de/

Im Jahr 1969 wurde der Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA) als "Ärztliche Arbeitsgemeinschaft für angewandte Allergologie" gegründet. 
In den Statuten festgeschrieben sind die Fortbildung der in diesem speziellen Bereich praktizierenden Ärzte, die fachliche Beratung der pharmazeutischen Industrie, eine verantwortungsvolle Öffentlichkeitsarbeit zu Fragen der 
allergischen Krankheiten, sowie die Wahrung, Pflege und Förderung gesundheitspolitischer Interessen der deutschen Allergologen. 
Die Homepage dieser Gesellschaft spiegelt in vorbildlicher Weise Zweck und Ziele dieses Verbandes wider. In einem nur mit Passwort zugänglichen Teil der Site bietet der Verband seinen Mitgliedern Praxishilfen und eine Infodatenbank. Im öffentlich einsehbaren Bereich findet man wertvolle Kontaktadressen zu Arbeitsgruppen, diverse Positionspapiere zur Qualitätssicherung sowie einen Veranstaltungskalender.

Collegium Internationale Allergologicum
http://www.ciaweb.org/

Im CIA ("Collegium Internationale Allergologicum") sind die bekanntesten Forscher im Bereich der Allergologie und Immunologie vereinigt. Die regelmäßigen Treffen sollen den wissenschaftlichen Diskurs und den Austausch neuester Erfahrungen in diesem Fachgebiet unterstützen. Besucht man die Homepage dieser Gruppe, so findet man Informationen über die Voraussetzung zur Mitgliedschaft, die geplanten Symposien, ein kleines Archiv sowie einen nur Mitgliedern vorbehaltenen Bereich.

Allergietage.at
http://www.allergietage.at/

Wissenschaftler an der Universität Salzburg haben sich zu einem schlagkräftigen Team zusammengeschlossen. Gemeinsam arbeiten sie an der Erforschung der medizinischen Hintergründe allergischer Krankheiten.  Dieser Allergieschwerpunkt wird vom Österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung und einem österreichischen Biotechnologie-Unternehmen unterstützt. Auf ihrer Homepage informieren sie über Ursachen der Allergie und Möglichkeiten zur Vorbeugung. Drei Kurse werden für österreichische Schulen angeboten. Dabei wird Basiswissen über die Ursachen der Allergie, die Reaktionsformen des Menschen bei dieser Erkrankung sowie Maßnahmen, die Betroffene ergreifen können, vermittelt.

Pollenwarndienst für die Steiermark
http://www.pollen.at/

Seit 1993 wird der Pollenwarndienst im Auftrag der Steiermärkischen Landesregierung durchgeführt. Drei Beobachtungsstationen stehen zur Verfügung - und zwar in Graz, Leoben und Judenburg. Der Warndienst stellt aktuelle Informationen über Blühbeginn und Blühdauer allergierelevanter Pflanzen, sowie die täglichen und wöchentlichen Pollen-Maximalbelastungen zur Verfügung. Eine wöchentliche Prognose kann auf der Webseite nachgelesen werden. Wer seine E-Mail-Adresse angibt, kann einen wöchentlichen Pollen-Newsletter gratis abonnieren.

World Allergy Organization
http://www.worldallergy.org/

Die WAO ("World Allergy Organization") ist eine internationale Organisation, der 54 nationale Gesellschaften für den Bereich Allergie und Immunologie angehören. Insgesamt werden durch diesen internationalen Zusammenschluss ungefähr 38.000 Mitglieder vertreten. Seit dem Gründungsjahr 1951 organisierte dieser Verband 17 große Kongresse. Ziel der WAO ist der Aufbau eines weltumspannenden Kompetenz-Netzwerkes zu allergologischen Themen. Der Internet-Auftritt dieser Gesellschaft ist professionell gestaltet und bietet dem Besucher eine Fülle weiterführender Informationen: So etwa eine umfassende Link-Sammlung, Infos zu einschlägigen Journals, sowie Ressourcen für Ärzte und Patienten.

Allergie-Check
http://www.allergiecheck.at/Default.htm

Hier handelt es sich um eine Aufklärungssite für Betroffene. In diesem Rahmen erfährt der User alles über die Anzeichen einer Allergie und Maßnahmen, die man bei einer Allergie treffen kann. Aber auch Grundsätzliches über Allergien wird hier geboten. So erfährt man unter anderem, dass Clemens Freiherr von Pirquet, ein gebürtiger Wiener, 1905 als Begründer des damals noch neuen Wissenschaftszweiges Allergologie gilt. Pirquet allerdings nannte die Erkrankung "Serumkrankheit", prägte jedoch schon ein Jahr später den Begriff "Allergie". Daneben findet der Benutzer unter dieser Internetadresse noch einen Glossar sowie einen Online-Allergie-Check. Eine Sammlung wichtiger Links rundet das Angebot dieser URL ab.

Allergietage.at
http://www.allergietage.at/

Wissenschaftler an der Universität Salzburg haben sich zu einem schlagkräftigen Team zusammengeschlossen. Gemeinsam arbeiten sie an der Erforschung der medizinischen Hintergründe allergischer Krankheiten. Dieser Allergieschwerpunkt wird vom Österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung und einem österreichischen Biotechnologie-Unternehmen unterstützt. Auf ihrer Homepage informieren sie über Ursachen der Allergie und Möglichkeiten zur Vorbeugung. Drei Kurse werden für österreichische Schulen angeboten. Dabei wird Basiswissen über die Ursachen der Allergie, die Reaktionsformen des Menschen bei dieser Erkrankung sowie Maßnahmen, die Betroffene ergreifen können, vermittelt.

Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind
http://www.aak.de/

Die in der Bundesrepublik Deutschland weitbeachtete Selbsthilfeorganisation für Eltern allergiekranker Kinder und Jugendlicher stellt sich auf diesen Seiten gelungen und ansprechend vor. Zu ihren Zielen zählen unter anderen der umfassende Erfahrungsaustausch Betroffener und das Angebot, Familien bei der Bewältigung von diversen Problemen im Zusammenhang mit der Erkrankung ihrer Kinder zu helfen - seien diese nun medizinischer, sozialer oder psychischer Art. Diese Vereinigung hat sich weiters die Aufklärung der Öffentlichkeit über allergische Erkrankungen zum Ziel gesetzt. Eines ihrer Instrumente dazu ist die Homepage im Internet. Erklärungen zu Tests, angefangen vom Hauttest über Blut- bis Provokationstest, und therapeutischen Möglichkeiten sowie Literaturtipps bieten dem Surfer einen wertvollen Informationspool.

DR. Gerhard Weigl, Ärzte Woche 7/2003

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