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Innere Medizin 30. Juni 2005

Western-Blot: Diagnostik der Nahrungsmittelallergie

Bei Nahrungsmitteln, die zu den wichtigsten Ursachen allergischer Erkrankungen zählen, findet man häufig weder im PRICK-Test noch im speziellen IgE-RAST entsprechende In-vitro-Bestätigungen eines klinischen Verdachts. Gründe dafür sind sowohl die große Vielfalt eines natürlich vorkommenden Nahrungsmittels als auch die unterschiedliche Affinität der Allergene für das IgE-abhängige Molekül.

Mittels Immunoblot wird das Nahrungsmittel durch Elektrophorese in seine einzelnen Proteine getrennt, es kann somit exakt geprüft werden, gegen welche Proteine oder Proteingruppen der Patient Antikörper gebildet hat. Die IgE-Antikörper gelten als allergieverursachend, die IgG4-Antikörper weisen auf dosisabhängige Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Intoleranzen) hin.Durch die Bestimmung der Antikörper gegen definierte Antigengruppen können auch Kreuzreaktivitäten aufgedeckt werden. So ist es zum Beispiel möglich, die IgE-Antikörper einer Weizen-Nahrungsmittelallergie auch bei einem Patienten mit Bäckerasthma oder einer Gräserpollenrhinitis zu entdecken (pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie). Durch solche Ergebnisse kann man Rückschlüsse auf mögliche Allergieveränderungen (Wechsel von nutritiver zu inhalativer Allergie, so genannter Etagenwechsel) ziehen und damit bei Nahrungsmittel-Allergikern rechtzeitig diätetische Weichen stellen und Korrekturen vornehmen (Ernährungsumstellung).

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