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Innere Medizin 30. Juni 2005

Hyposensibilisierung gegen den Etagenwechsel

Die Bedeutung des "Etagenwechsels" bei allergischer Rhinitis und die möglichen Komplikationen zeigen die Notwendigkeit einer rechtzeitigen therapeutischen Intervention auf. 43 Prozent der Patienten mit einer allergischen Rhinitis entwickeln im Laufe von acht Jahren ein Asthma bronchiale, so ein WHO-Positionspapier. Mit einer spezifischen Immuntherapie (SIT, Hyposensibilisierung) lässt sich dieses Risiko deutlich senken. "Die spezifische Immuntherapie greift kausal an den Ursachen allergischer Krankheiten an, verbessert langfristig die Lebensqualität und den Gesundheitszustand der betroffenen Menschen und kann gleichzeitig einer weiteren Ausbreitung des allergischen Geschehens vorbeugen", so das "Weißbuch Allergie in Deutschland 2000".

Vor allem durch die Herstellung verbesserter standardisierter Extrakte und deren Testung in gut dokumentierten Studien konnte in den vergangenen Jahren die Bedeutung der SIT gesteigert werden. Mit einer SIT ließ sich etwa in der PAT (preventive allergy treatment)-Studie nach fünf Jahren die Häufigkeit der Asthma-Entwicklung im Vergleich zur Kontrolle um 60 Prozent senken. Auch für orale Antihistaminika konnte der Beweis einer präventiven Wirkung in Bezug auf die Entwicklung eines Asthma bronchiale erbracht werden: In der ETAC-Studie (Early Treatment of the Atopic Child) wurde belegt, dass bei Kleinkindern mit atopischem Ekzem durch eine 18-monatige Therapie mit Cetirizin das Asthmarisiko verglichen mit Placebo um 40 bis 50 Prozent reduziert wird.

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