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Innere Medizin 5. Dezember 2005

Erfolgreiche Gewichtsreduktion

Das EU "Committee for Proprietary Medicinal Products" gab am 27. Juni 2002 bekannt, dass das Medikament Reductil® als sicher in der Behandlung von übergewichtigen Patienten einzustufen ist.
Diese Risikobeurteilung wurde im März 2002 vom italienischen Gesundheitsministerium verlangt. Ergebnis ist eine positive Nutzen/Risiko-Einschätzung, wenn das Medikament korrekt verschrieben und angewendet wird. Die Entscheidung der EU-Behörde wurde durch die Analyse umfangreichen Datenmaterials unterstützt: Mehr als 100 klinische Studien mit rund 12.000 Patienten wurden seit 1989 durchgeführt. Bis heute wurden rund 8,5 Millionen übergewichtige Menschen in 70 Ländern mit Sibutramin therapiert. Sibutramin ist damit unter den Medikamenten zur Behandlung von krankhaftem Übergewicht dasjenige, das am intensivsten getestet und untersucht worden ist.

Positives Nutzen/Risiko-Profil

"Die Schlussfolgerung der EU-Gesundheitsbehörde, dass das Nutzen/Risiko-Profil von Sibutramin in der Behandlung von Adipositas positiv ist, deckt sich mit den Erfahrungen, die wir als Ärzte seit der Markteinführung von Sibutramin gemacht haben", so Prof. Dr. Fritz Hoppichler, Präsident der Österreichischen Adipositas Gesellschaft und Primar im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Salzburg. "Sibutramin ist in Kombination mit einem Ernährungs- und Bewegungsprogramm ein zentrales Instrument zur Behandlung von Übergewicht."

Übergewicht: Die weltweite Epidemie des 3. Jahrtausends

Adipositas ist ein globales Gesundheitsproblem, das zum Anstieg zahlreicher chronischer Krankheiten und verfrühtem Tod entscheidend beiträgt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet Übergewicht deshalb als globales epidemisches, ernstes Gesundheitsproblem. 
"In Österreich hat die Anzahl der Adipösen in nur zehn Jahren um 30 Prozent zugenommen", sagte Prof. Dr. Bernhard Ludvik, Abteilung für Endokrinologie im AKH Wien, bei einer Pressekonferenz, die jüngst in Wien stattfand.
Ludvik setzt auf weitere Aufklärung der Bevölkerung: Adipositas ist verantwortlich für Herzinfarkte, Schlaganfälle, Diabetes mellitus oder für den Anstieg der Krebshäufigkeit. Das müsse mit einfachen Worten kommuniziert werden, denn Formulierungen wie "Herz-Kreislauferkrankungen" oder "Fettstoffwechselstörungen" klingen für viele Menschen viel zu abstrakt, meinte Ludvik. Dass das Risikobewusstsein der Bevölkerung höher werden muss, zeigen auch klar die Daten einer Umfrage, deren Ergebnisse ebenfalls auf der Pressekonferenz vorgestellt wurden.

Risikobewusstsein erhöhen

Für nur rund ein Drittel der österreichischen Bevölkerung ist Übergewicht eine schwere Krankheit, allerdings geben 62 Prozent an, dass krankhaftes Übergewicht starke Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Die Mehrheit der Befragten würde weniger essen und mehr Sport treiben. Der Diäten-Boom scheint derzeit abgeflaut zur sein, denn 45 Prozent der Österreicher sind gegen eine Gewichtsreduktion mit Hilfe einer Diät. Oft schreckt hier der so genannte Jo-Jo-Effekt nach einer Diät ab. Bis zu 62 Prozent würden jedoch ihr Übergewicht mit einer medikamentösen Therapie unter ärztlicher Aufsicht reduzieren. Klinische Studien zeigen, dass bereits ein Gewichtsverlust von fünf bis zehn Prozent die Erkrankungshäufigkeit und die Wahrscheinlichkeit eines frühen Todes bei übergewichtigen Patienten deutlich verringert: Um 58 Prozent weniger erkranken an Diabetes mellitus und um 20 Prozent weniger erleiden einen zu frühen Tod. 
"Reductil® kann zu einer deutlichen Gewichtsverminderung bei adipösen Patienten mit verschiedenen Begleitfaktoren führen und dadurch eine Reduktion der Risikofaktoren erreichen", bestätigte auch Prof. Dr. Günter Krejs, Medizinische Universitätsklinik Graz.
Studien belegten weiters, dass Patenten, die Reductil® mit einem Ernährungs- und Bewegungsprogramm kombinierten, statistisch deutlich mehr Gewicht verloren als Patienten mit einem Ernährungs- und Bewegungsprogramm alleine.

Quellen: Presseaussendung der Firma Abbott, Pressekonferenz am 31. 7.2002, Wien

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