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Innere Medizin 5. November 2012

Osteoporose beim Mann mit hormonablativer Therapie bei nicht-metastasiertem Prostatakarzinom

Die Osteoporose als ein systemischer Verlust des Knochenmineralgehaltes mit erhöhter Frakturinzidenz wurde bisher überwiegend bei Frauen untersucht. Sowohl das Auftreten von Wirbelkörper- und Schenkelhalsfrakturen als auch die damit verbundene Exzessmortalität ist bei Frauen und Männern nachgewiesenermaßen unterschiedlich.

Ein der Menopause der Frau entsprechendes Syndrom mit Verlust des Serumtestosterons, „ADAM“ (androgen deficiency syndrome of the aging male) konnte bisher nicht schlüssig nachgewiesen werden.

Demgegenüber führt der Verlust von Testosteron durch eine operative oder chemische Kastration bei Patienten mit Prostatakarzinom zu einer Abnahme des Knochenmineralgehaltes und einem erhöhten Frakturrisiko. Mehrere Therapieoptionen, wie z. B. Bisphosphonate, wurden in verschiedenen Interventionsstudien bei der Osteoporose unter hormonablativer Therapie erfolgreich eingesetzt und konnten die Knochendichte signifikant erhöhen.

Als neue Therapieoptionen stehen Denosumab (monoklonaler Antikörper gegen RANK Ligand) und Toremifen (ein selektiver Östrogen-Rezeptor-Modulator) zur Verfügung. Beide konnten in kontrollierten Studien signifikant die Rate an Wirbelkörperfrakturen bei Patienten mit nicht-metastasiertem Prostatakarzinom unter einer jahrelangen hormonablativen Therapie reduzieren.

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