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Innere Medizin 1. Juni 2006

Endovenöse Laserbehandlung (EVLT®) bei Vena saphena-Insuffizienz. Erste Ergebnisse

GRUNDLAGEN: Ziel dieser Arbeit ist es, die Wirksamkeit einer neuen Behandlungsmethodik für die chronische Veneninsuffizienz der unteren Gliedmaßen zu überprüfen. METHODIK: Von 1.09.2002 bis zum 30.09.2004 haben wir mit EVLT®-Behandlung 150 an Vena saphena-Insuffizienz leidende Patienten behandelt. Beim verwendeten Lasergerät handelt es sich um einen Diodenlaser mit Wellenlänge 810 nM. Der Vorgang wurde in allen Fällen im Operationssaal durchgeführt. Bei denjenigen Patienten, bei denen die Sonde perkutan eingefügt wurde, wurde die Echodopplerkontrolle angewendet. Diese Kontrolle wurde in allen Fällen durchgeführt, um die korrekte endoluminale Positionierung der Lasersonde und crosse zu überprüfen. Die richtige Position wurde dann durch die Translumination bestätigt. Eine Vollnarkose wurde lediglich in den ersten 7 Fällen (4,6 %), die epidurale Anästhesie in 38 (25,4 %), die lokale Anästhesie in 105 (70 %) Patienten verwendet. In all denjenigen Fällen, in welchen es nötig war, wurden die Flebektomie mit der Muller-Technik durchgeführt. ERGEBNISSE: In den ersten 2 Fällen (6 %) war eine unvollständige, asymptomatische Obliteration der Vena saphena zu beobachten, welche auf eine nicht korrekte Technik mit niedriger Emissionsleistung der Laserenergie zurückzuführen ist. In 138 Fällen (92 %) war nach einem Monat eine vollständige Obliteration der Vena saphena in der Echodopplerkontrolle zu beobachten, während die Vena saphena im Follow-up nach 4 Monaten mit Schwierigkeit identifiziert wurde. Die ersten 21 Patienten wurden nach 6 Monaten einer Echodopplerkontrolle unterzogen, mit vollständiger Obliteration der behandelten Vena saphena (14 %) in sämtlichen Fällen. Im Follow-up nach 12 Monaten wurden 90 Patienten überprüft, mit vollständiger Obliteration der Vena saphena in 87, mit Fehlen an Symptomen in 90 Patientien (100 %). Im Follow-up nach 24 Monaten wurden 40 Patienten überprüft. In 37 Fällen war eine vollständige Obliteration zu beobachten. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die heutige Chirurgie strebt an, möglichst minimalinvasiv zu werden. Nach unserer Erfahrung und anhand der in der Literatur publizierten Daten kann die Laserbehandlung eine wertvolle Alternative zur traditionellen Chirurgie der primären Varizen der unteren Gliedmaßen darstellen. Denn sie erspart den Leistenschnitt mit daraus folgender Verringerung von chirurgischen Schnitten und ihren möglichen Komplikationen und mit sehr guten kurz- und langfristigen Ergebnissen.

C. Spartera, A. Mastromarino, L. Cucciolillo, C. Petrassi, M. Ventura, European Surgery

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