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Innere Medizin 29. Mai 2012

Molekulare Epidemiologie von Pseudomonas aeruginosa bei Patienten mit 3 zystischer Fibrose aus Südost-Österreich

Bei Patienten mit zystischer Fibrose (CF) spielt die Vermeidung bzw. Verzögerung einer Infektion mit Pseudomonas aeruginosa eine entscheidende Rolle. Die Übertragung des Keimes kann sowohl aus der Umwelt als auch von infizierten Patienten stattfinden. In der vorliegenden Studie wurden 86 P. aeruginosa Stämme von 43 Patienten mit CF aus Südost-Österreich molekularbiologisch untersucht. Mit dem DiversiLab-System wurden die Stämme genotypisiert und hinsichtlich ihrer genetischen Verwandtschaft verglichen. Antibiotika-Resistenztestungen wurden mit einer Mikrodilutionsmethode (Micronaut Merlin) durchgeführt. Insgesamt konnten 39 unterschiedliche P. aeruginosa-Genotypen erfasst werden. Davon wurden 34 Genotypen bei jeweils nur einem Patienten nachgewiesen und einer bei einem Geschwisterpaar. Die Resistenzraten wurden mit 4 % für Piperacillin/Tazobactam, 6 % für Ceftazidim, 11 % für Meropenem und 15 % für Ciprofloxacin ermittelt. Das Auftreten von multiresistenten Erregern war selten (2 %). Die Daten dieser Studie belegen, dass P. aeruginosa-Infektionen bei den untersuchten Patienten hauptsächlich über indirekte Übertragungswege erworben werden. Kreuzinfektionen durch andere Patienten spielen eine untergeordnete Rolle.

Lilian Masoud-Landgraf, Alexandra Badura, Ernst Eber, Gebhard Feierl, Josefa Posch, Gernot Zarfel, Maximilian Zach, Egon Marth, Wiener klinische Wochenschrift 7/8/2012

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