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Innere Medizin 20. Mai 2012

Wirkung des "guten" Cholesterins in Frage gestellt

Ein hoher Wert des "guten" HDL-Cholesterins vermindert laut einer neuen Studie nicht notwendigerweise das Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten. Ein höherer Wert des sogenannten High Density Lipoproteins (HDL) reduziere nicht automatisch das Risiko für Herzinfarkte, hieß es in der im Wissenschaftsmagazin "The Lancet" veröffentlichten Studie. Sie stellt damit eine der Grundannahmen der modernen Medizin in Frage.

HDL-steigernde Medikamente

Sowohl das "gute" als auch das "schlechte" Cholesterin Low Density Lipoprotein (LDL) werden mittels Bluttests überprüft. Die Medizin geht davon aus, dass ein hoher Wert des "schlechten" LDL-Cholesterin die Verstopfung von Arterien durch Fette fördert und somit Herz- und Gefäßkrankheiten begünstigt.

Dieser Grundsatz wurde durch die Studie bestätigt. Allerdings stellt die Studie den Einsatz von HDL-steigernden Medikamenten in Frage, da diese teilweise zu unerwünschten Nebenwirkungen führten. Wie Sekar Kathiresan von der Havard Medical School schrieb, verringert eine Erhöhung des HDL-Wertes möglicherweise nicht das Risiko für Herzinfarkte.

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