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Innere Medizin 1. Februar 2006

Bronchuskarzinom und neuroendokrine Tumore – Diagnostik und Therapie

GRUNDLAGEN: Die Prognose von Lungentumoren hängt von der Histologie und dem Tumorstadium ab. Der häufigste Tumortyp ist das nicht-kleinzellige Bronchuskarzinom (NSCLC) mit einer 5-Jahresüberlebensrate zwischen 67 % (Stadium IA) und <5 % (Stadium IV). METHODIK: Eine rezente Literaturübersicht zeigt diagnostische und therapeutische Standards des nicht-kleinzelligen Bronchuskarzinoms und der neuroendokrinen Tumore (Leitlinien). ERGEBNISSE: Im Stadium I/II ist bei funktioneller Operabilität eine (Bi)Lobektomie bzw. Pneumonektomie mit systematischer mediastinaler Lymphadenektomie durchzuführen. Im Stadium IIIA (IIIB) erfolgt die Resektion nach neoadjuvanter Chemo(radio)therapie. Thorax-CT, PET und Mediastinoskopie (mediastinale Lymphknoten >1 cm; PET positiv) sind wichtige Staging-Untersuchungen. Adjuvante Chemotherapien werden im Stadium I/II im Rahmen klinischer Studien durchgeführt. Das kleinzellige Bronchuskarzinom (SCLC, hochmaligner neuroendokriner Tumor Grad III) ist die Domäne der Chemotherapie; Resektionen wie beim NSCLC werden in Frühstadien durchgeführt. Bei den neuroendokrinen Tumoren Grad I (typisches Karzinoid) wird eine parenchymsparende bzw. bronchoplastische Resektion durchgeführt; bei den neuroendokrinen Tumoren Grad II (atypisches Karzinoid) wird wie beim NSCLC vorgegangen. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Inzidenz des Bronchuskarzinoms kann durch Raucherprävention verringert, die Prognose durch Früherkennung und multimodaler Therapie verbessert werden.

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