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Innere Medizin 7. Mai 2009

Shisha: Trendy und ungesund

Wasserpfeifen, auch bekannt als Shisha, liegen bei deutschen Jugendlichen im Trend. Der regelmäßige Konsum von Tabak mit Wasserpfeifen bringt aber kaum weniger gesundheitliche Risiken mit sich als das Rauchen von Zigaretten, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bereits 2005 festgestellt hat.

 

Neuen Daten zufolge nehmen Wasserpfeifenkonsumenten mit dem Rauch sogar erheblich höhere Mengen an Kohlenmonoxid auf als Zigarettenraucher – für Schwangere und Herz-Kreislaufpatienten aufgrund des beeinträchtigten Sauerstofftransports besonders gefährlich. „Schwangere und Personen mit Herz-Kreislauferkrankungen sollten deswegen nicht Wasserpfeife rauchen“, sagt BfR-Präsident Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel. Schwangere sollten sich auch nicht über längere Zeit in Shisha-Cafes aufhalten.

Der hohe Kohlenmonoxidgehalt ist auf die Kohle zurückzuführen, mit der der Tabak in der Shisha erhitzt wird. Dabei kann schon das Kohlenmonoxid aus dem Rauch einer Wasserpfeife zu Übelkeit und Kopfschmerzen führen. Neben dem giftigen Gas enthält Shisharauch auch andere Schadstoffe in größeren Mengen als Zigarettenqualm, darunter die krebserregenden Stoffe Benz(a)pyren und Formaldehyd. Der Rauch von Wasserpfeifen enthält zudem mehr Nikotin als der von Zigaretten. Da dieser Stoff die Suchtwirkung von Tabak erzeugt, ist davon auszugehen, dass die Suchtgefahr von Wasserpfeifen nicht geringer ist als die von Zigaretten, wie oft behauptet wird.

 

Quelle: Presseaussendung des BfR

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