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Innere Medizin 1. Februar 2012

Individualisierte Protonenpumpeninhibitor (PPI)-Gabe bei Patienten mit kombinierter Thrombozytenaggregationshemmung (Aspirin und Clopidogrel) und unerwünschten gastrointestinalen Ereignissen nach perkutaner koronarer Intervention (PCI): Eine Kohortenstudi

GRUNDLAGEN: In einer Patientenkohorte, welche nach perkutaner koronarer Intervention (PCI) kombinierte Thrombozytenaggregationshemmung (Aspirin und Clopidogrel) erhielt, wurde die Wirksamkeit einer individualisierten PPI-Gabe zur Reduktion unerwünschter gastrointestinaler Ereignisse untersucht. METHODIK: Das gastrointestinale Risikofaktorprofil und andere Parameter wurden aus einer speziell angelegten elektronischen Datenbank extrahiert. Die Patienten wurden via standardisierten Fragebogen kontaktiert und bei Patienten mit unerwünschten gastrointestinalen Ereignissen wurde zusätzlich ein strukturiertes Telefoninterview durchgeführt. ERGEBNISSE: In einer Kohorte von 718 Patienten erhielten 87 (12,1 %) eine prophylaktische PPI-Therapie. Bei insgesamt 12 % wurden unerwünschte gastrointestinale Ereignisse gefunden, wobei 18,4 % eine PPI-Prophylaxe und 11,1 % kein PPI hatten (OR 1,80, P = 0,054). Eine Komedikation mit Steroiden war der hauptsächliche Risikofaktor für unerwünschte gastrointestinale Ereignissen (adjusted OR 5,45, P = 0,014). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die individualisierte PPI-Therapie basierend auf einer Risikoabschätzung für gastrointestinale Blutungsereignisse scheint ein effizientes Instrument zu sein, um gastrointestinale Ereignisse nach PCI zu minimieren.

Rahel Häuptle, Daniel Weilenmann, Tino Schneider, Sarah R. Haile, Peter Ammann, Christina Knellwolf, Jan Borovicka, Wiener Medizinische Wochenschrift 3/4/2012

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