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Innere Medizin 1. Februar 2006

Hereditäres kolorektales Karzinom – Leitlinien für die klinische Routine

GRUNDLAGEN: Etwa 15 % aller kolorektalen Karzinome haben eine familiäre Veranlagung. Diese inkludieren die famliäre adenomatöse Polypose, das Lynch-Syndrom und das Lynch-ähnliche Syndrom. Insbesondere beim Lynch-Syndrom gibt es mehrere, meist sehr komplexe Definitionen. Dies führt zu Unklarheiten für die Anwendung im Alltag. Durch diese Unsicherheit wird etabliertes Wissen nicht angewandt, wodurch Risikogruppen nicht die notwendige Vorsorge erhalten. METHODIK: Kritische Analyse der Literatur. ERGEBNISSE: Durch Erhebung der Familienanamnese und mittels genetischer Tests lassen sich diejenigen Familien/Personen definieren, welche von dem erhöhten Krebsrisiko betroffen sind und daher eine intensive Krebsvorsorge benötigen. Wir haben hier praktikable Standards über Abklärung und Vorsorge des familiären kolorektalen Karzinoms für Österreich definiert. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Einfache und klare Kriterien sollten eine flächendeckende Anwendung erleichtern. Durch entsprechende Vorsorge kann das Ausbrechen eines Karzinoms verhindert werden bzw. ein Karzinom in einem meist heilbaren Frühstadium erkannt werden.

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