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Innere Medizin 1. März 2012

Behandlung von hTNFtg Mäusen mit 18β-Glycyrrhetinsäure

EINLEITUNG: Die rheumatoide Arthritis ist eine chronische, entzündliche Autoimmunerkrankung, die aufgrund einer ätiologisch ungeklärten Entzündungsreaktion zu einer zunehmenden Zerstörung der Gelenke führt. Mit derzeitigen Therapien ist nur ungefähr die Hälfte der Patienten in eine klinische Remission zu bringen. Daher werden neue Therapien benötigt um die Gelenkszerstörung vollständig zu verhindern. In den letzten Jahren konnte der Einfluss, der 18β-Glycyrrhetinsäure die aus Süßholz gewonnen wird auf zahlreiche Entzündungsmediatoren gezeigt werden. Außerdem wurde berichtet, dass Süßholz die Entzündung und Gelenkszerstörung in der Collagen induzierten Arthritis vermindert. Ziel dieser Studie war, den Effekt der 18β-Glycyrrhetinsäure in einem Mausmodel der rheumatoiden Arthritis zu studieren. MATERIAL UND METHODEN: Humane Tumornekrosefaktor transgene (hTNFtg) Mäuse wurden mit 18β-Glycyrrhetinsäure durch subkutane Injektion behandelt. Untersucht wurde, ob die Behandlung eine Besserung der Arthritis bringt. Als Negativkontrollen wurden hTNFtg Mäuse in gleicher Weise mit der Trägerlösung (Olivenöl) behandelt. Als Positivkontrolle diente die Hemmung von Tumornekrosefaktor mit dem anti-Tumornekrosefaktor Antikörper Infliximab. RESULTATE: 18β-Glycyrrhetinsäure behandelte hTNFtg Mäuse zeigten während der Studie denselben Krankheitsverlauf wie die mit der Trägerlösung behandelten Mäuse. Im Gegensatz dazu bewirkte eine TNF hemmende Therapie mit Infliximab eine signifikante Verbesserung der klinischen Arthritiszeichen (Pfotenschwellung und Griffstärkenabnahme) im Vergleich zur Kontrollgruppe. In Übereinstimmung mit den klinischen Daten führte die Therapie mit der 18β-Glycyrrhetinsäure auch zu keinem Rückgang der Inflammation, Erosion und der Zahl der Osteoklasten im Gelenkschnitt, während die Gabe von Infliximab auch zu einer signifikanten Besserung der histologischen Arthritiszeichen führte.

Antonia Puchner, Silvia Hayer, Birgit Niederreiter, Anastasiya Hladik, Stephan Blueml, Michael Bonelli, Clemens Scheinecker, Josef Smolen, Kurt Redlich, Wiener klinische Wochenschrift 5/6/2012

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