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Innere Medizin 1. Jänner 2012

Anwendung von OROS® Hydromorphon in der Behandlung von Arthrose- und Osteoporoseschmerzen; eine gepoolte Analyse von drei nicht-interventionellen Studien mit verschiedenen Startdosen

ZIEL: Vergleich der Wirksamkeit einer niedrigeren Anfangsdosis von OROS® Hydromorphon zu einer höheren Anfangsdosis. Design: In einer gepoolten Analyse von drei prospektiven, nicht-interventionellen Studien wurden Daten von den ersten 15 Tagen der Behandlung verglichen. STUDIE: Prospektiv, nicht-interventionell unter Alltagsbedingungen. PATIENTEN: Patienten mit starken chronischen Arthrose- bzw. Osteoporoseschmerzen MEDIKATION: In OROS-ANA-4001 und OROS-ANA-4002 erhielten die Patienten zu Therapiebeginn 8 mg OROS® Hydromorphon einmal täglich; in OROS-ANA-4003 4 mg Hydromorphon einmal täglich. ZIELPARAMETER: Post-hoc Analyse bezüglich Wirksamkeit, Verträglichkeit, Schmerzstärke und allgemeine Therapiezufriedenheit mit einer reduzierten Anfangsdosis von OROS® Hydromorphon bei Opioid-naiven Patienten im Vergleich mit Patienten, die vorher mit Opioiden behandelt wurden, sowie ein Vergleich von Patienten im Alter >65 Jahre und Patienten im Alter ≤65 Jahre. ERGEBNISSE: Therapiezufriedenheit und Schmerzkontrolle verbesserten sich in jeder Studie; die Therapiezufriedenheit verbesserte sich in einem höheren Prozentsatz bei Patienten in der niedrigeren Anfangsdosis-Gruppe. Gastrointestinale Störungen waren die häufigsten behandlungsbedingten Nebenwirkungen. Das Auftreten von Übelkeit war in beiden Studien ähnlich. Obstipation, Verstopfung, Erbrechen Erschöpfung und Pruritus traten unter der niedrigeren Anfangsdosis weniger häufig auf. Eine niedrigere Anfangsdosis führte bei älteren und opioidnaiven Patienten seltener zu unerwünschten Ereignissen, zu behandlungsbedingten unerwünschten Ereignissen und zu Therapieabbrüchen aufgrund von unerwünschten Ereignissen. SCHLUSSFOLGERUNG: Eine niedrigere Anfangsdosis führte zu einer besseren Verträglichkeit, und selteneren Therapieabbrüchen bei vergleichbarer Schmerzkontrolle mit hoher Therapiezufriedenheit.

Johann D. Ringe, Susanne Schäfer, Antonie M. Wimmer, Thorsten Giesecke, Wiener klinische Wochenschrift 1/2/2012

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