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Innere Medizin 28. Oktober 2011

Rheuma interdisziplinär

Der 11. Wiener Rheumatag rückt sowohl Patienten als auch fachübergreifende Fortbildung für Ärzte in den Mittelpunkt.

400 verschiedene Erkrankungen, 500.000 Betroffene allein in Wien. Umfassende Informationen über Diagnose, Therapie und Heilung rheumatischer Erkrankungen am Mittwoch, den 16. November, von 10.30 bis 17 Uhr am 11. Wiener Rheumatag im Wiener Rathaus.

 

Das Motto des 11. Wiener Rheumatages für das Publikum lautet „Der Patient im Mittelpunkt“. „In den vergangenen Jahren hat ein erhebliches Umdenken in der Rheumatologie stattgefunden“, so der Initiator des Rheumatages und langjährige Herausgeber von rheuma plus im Wiener Springer Verlag, Doz. Dr. Attila Dunky. Für den Patienten vorteilhaft: „Die Diagnose einer rheumatoiden Arthritis kann heute früher gestellt und somit die Therapie zügiger begonnen werden.“ Gelenkszerstörungen und Invalidität können bei rechtzeitigem Therapiebeginn weitestgehend verhindert werden. Durch moderne Medikamente gelinge es Rheumatologen, bereits bei einem Drittel der Patienten einen kompletten Krankheitsstillstand zu bewirken. „Leider gehen rheumatische Erkrankungen oft mit Begleiterkrankungen einher“, so Dunky weiter. „Rheumapatienten sind häufiger von Herzerkrankungen und Magenbeschwerden betroffen. Auch diese Thematik haben wir in der Auswahl des Programms berücksichtigt.“

Ärztliche Fortbildung

Ärztinnen und Ärzte können nicht nur ihren Patienten den Besuch beim 11. Wiener Rheumatag empfehlen, sie haben auch selbst Gelegenheit, sich über die neuesten Entwicklungen der Therapie rheumatischer Erkrankungen zu informieren. Unter dem Motto „Rheuma interdisziplinär“ wird einen Tag lang ärztliche Fortbildung geboten. Prof. Dr. Thomas Stefenelli von der 1. Medizinischen Abteilung des Kaiserin-Elisabeth-Spitals wird in seinem Vortrag über Begleiterkrankungen am Beispiel Rheuma und Kardiologie sprechen, Prof. Marcus Köller von der Abteilung Akutgeriatrie im SMZ Sophienspital über die Probleme von Rheumaerkrankungen bei alten Menschen.

Begleiter des Rheuma

Weitere Themen der ärztlichen Fortbildung, die bis etwa 17 Uhr dauern wird, sind mit Rheuma einhergehende Begleiterkrankungen wie chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Dr. Thomas Feichtenschlager, 4. Medizinische Abteilung, Krankenanstalt Rudolfstiftung inklusive Standort Semmelweis Frauenklinik), Rheuma und Onkologie (Prof. Dr. Michael Pfeilstöcker, 3. Medizinische Abteilung und Ludwig-Boltzmann-Institut für Leukämieforschung & Hämatologie, Hanusch-Krankenhaus) Rheuma und Osteoporose (Prof. Dr. Heinrich Resch, 2. Medizinische Abteilung, Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern) sowie der Morbus Bechterew und seine Komorbiditäten (Doz. Dr. Ludwig Erlacher, 2. Medizinische Abteilung für Rheumatologie und Osteologie, SMZ Süd-Kaiser-Franz-Josefspital).

Den Beginn des wissenschaftlichen Programms machen zwei Seminare. Das erste wird zum Thema „Herausfoderungen der sonografischen Diagnostik in der Rheumatologie“ von Doz. Dr. Claudia Schueller-Weidekamm, Klinik für Radiodiagnostik, Abteilung für Neuroradiologie und muskuloskelettale Radiologie, MedUni Wien, gehalten. Beim zweiten Seminar wird Dunky „Gelenksinjektionen“ präsentieren. Der Rheumatag-Initiator weiß, dass auch moderne Therapien nicht allen Betroffenen gleichermaßen helfen können. Dunky: „Nicht jeder Patient reagiert auf therapeutische Interventionen gleichermaßen. Die Entwicklung geht in Richtung individualisierte Therapie.“

 

www.rheumatologie.at 

Quellen: PA Hennrich-pr und Programm Ärztliche Fortbildung 11. Wiener Rheumatag.

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