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Innere Medizin 1. September 2011

Sarkopenie – Pathophysiologie und klinische Relevanz

Die Ursachen der Sarkopenie sind multidimensional. Der Verlust an schnell kontrahierenden Muskelfasern übersteigt den Verlust an langsam kontrahierenden Muskelfasern und endet in einem klinisch relevanten Verlust an Muskelpower. Auf der subzellulären Ebene führen altersabhängige Veränderungen der Mitochondrien zu einer Reduktion der muskulären Performance. Durch einen Rückgang der Anzahl der motorischen Einheiten der Muskulatur entsteht eine Muskelfaseratrophie mit konsekutivem Rückgang der Muskelkraft. Erniedrigte Spiel an anabolen Hormonen und ein überwiegen von proinflammatorischen Zytokinen sind verantwortlich für Veränderungen der Körperzusammensetzung. Ein geringes Maß an körperlicher Aktivität, Vitamin-D-Mangel und geringe Proteinzufuhr sind stark mit einem Muskelverlust assoziiert. Sarkopenie verursacht bei den Betroffenen einen Verlust an Unabhängigkeit, gesteigerten Bedarf an medizinischer Versorgung und erhöhte Kosten für das Gesundheitswesen.

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