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Foto: www.mediendienst.com / Wilke
Universitätsdozent Dr. Attila Dunky,
 
Innere Medizin 6. Oktober 2011

Liebe Leserinnen und Leser!

Das dritte Heft von rheuma plus in diesem Jahr haben wir ganz der Schmerztherapie in der Rheumatologie gewidment. Dieser Schwerpunkt ist unserer Meinung nach in der Rheumatherapie von zentraler Bedeutung. Allerdings ist er mit der zunehmenden Fokussierung auf Biologika und anderer zielgerichteter Therapien fast in Vergessenheit geraten. Die Schmerztherapie hat jedoch für die Praxis sehr relevante Facetten und ist aus der Allgemeinpraxis nicht mehr wegzudenken. Trotzdem wird der Behandlung der Schmerzen nach wie vor zu wenig Beachtung geschenkt. Die Schmerztherapie im Bereich der Rheumatherapie ist freilich nur vermeintlich klar definiert. Neben der physikalischen Therapie – die ja auch eine Form der Schmerztherapie darstellt – haben Opioide auch heute noch in selektierten Fragestellungen ihren Stellenwert. Sehr große Bedeutung hat nach wie vor die konservativ-orthopädische Schmerztherapie. Im Mittelpunkt sollte der Patient in seiner Gesamtheit mit all seinen verschiedenen Beschwerden stehen. Keinesfalls darf man bei dieser ganzheitlichen Betrachtung als Arzt den persönlichen Leidensdruck der betroffenen Patientin oder des Patienten übersehen. Ein neues Kapitel wird mit der modernen interventionellen Schmerztherapie aufgeschlagen. Diese hat inzwischen eine weite Verbreitung gefunden, jedoch ist man dabei auf das spezialisierte Wissen und die Schulung des betreffenden behandelnden Arztes angewiesen. Wir müssen aber offen sagen, dass einer interventionellen Schmerztherapie nicht in allen Fällen eine vergleichbar starke Gewichtung zukommt. Vielmehr hängt ihre Bedeutung von den Erfahrungen des behandelnden Arztes mit dieser Therapieform ab. In der Rheumatologie, besonders bei Erkrankungen in einzelnen Wirbelsäulenabschnitten und Beschwerden degenerativer Art, kommt ihr eine große Bedeutung zu. Ich hoffe, dass wir mit diesem breiten Themenspektrum auch für Sie interessante Anregungen bringen können, denn bei den therapeutischen Herausforderungen im Management des chronischen rheumatischen Schmerzes stellen diese Behandlungsoptionen oft noch ein Stiefkind dar. Aber auf eine adäquate Versorgung sollte unbedingt geachtet werden. mit kollegialen Grüßen A. Dunky

A. Dunky, rheuma plus 3/2011

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