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Innere Medizin 1. März 2009

Patienteninformation in der Radioonkologie Zusammenhänge von Informationshandeln und Patientenmerkmalen

Information ist ein bedeutender Faktor der Patientenzufriedenheit. Ziel der vorliegenden Studie war es, den subjektiven Informationsstand, das Informationsbedürfnis und die Informationsquellen von Strahlentherapiepatienten und -patientinnen im Zusammenhang mit soziodemographischen, medizinischen und psychologischen Variablen zu untersuchen. Der selbst eingeschätzte Informationsstand und das Informationsbedürfnis von 133 Krebspatienten und -patientinnen wurden vor dem ärztlichen Aufklärungsgespräch (t1) und 14 Tage danach (t2) anhand zweier Fragebögen erfasst. "Ängstlichkeit" und "Tendenz zu sozialer Erwünschtheit" wurden zum Zeitpunkt t1 erhoben und daraus vier Bewältigungsmodi (repressiv, sensitiv, ängstlich, nichtdefensiv/nichtängstlich) abgeleitet. Informationsquellen wurden zum Zeitpunkt t2 erfragt. Der subjektive Informationstand erhöhte sich, während das Informationsbedürfnis abnahm. Frauen wiesen vor dem Aufklärungsgespräch einen höheren Kenntnisstand auf als Männer. Ältere Patienten und Patientinnen verfügten über einen geringeren subjektiven Informationsstand als jüngere. Repressive Patienten und Patientinnen hatten im Vergleich zu den übrigen drei Gruppen den geringsten Informationsbedarf. Es konnte eine deutliche Präferenz für das ärztliche Gespräch festgestellt werden, andere Informationsquellen wurden kaum herangezogen. Bei einem hohen Anteil an älteren Patienten mit niedrigem Bildungsniveau ist der Einsatz von Computern zur Wissensvermittlung derzeit wenig zielführend. Es ist aber anzunehmen, dass die nächste Patientengeneration mit diesem Medium mehr Erfahrung, und dadurch einen anderen Zugang zu diesem Kommunikationsmittel haben wird.

Herta Farassati Pour-Haring, Christa Volleritsch, Roswith Roth, Wiener Medizinische Wochenschrift 5-6/2009

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