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Innere Medizin 1. September 2011

Rezidivierende symptomatische Hypokalzämie unter Rifampicin Therapie für Brucellose

Eine Medikamenten assoziierte Hypokalzämie ist selten, kann aber während der routinemäßigen Verabreichung von Medikamenten vorkommen. Wir berichten über einen Fall einer vertebralen Brucellose, die hypokalzämische Episoden verbunden mit einer hypokaliämen Alkalose unter zwei Rifampicin enthaltenden Medikamenten Kombinationen durchmachte. Die Patientin hatte während beider Episoden carpopedale Krämpfe. Die Laboranalyse ergab zuerst eine Hypokalzämie, eine Hypokaliämie sowie eine Alkalose mit Hypercalciurie und niedrig normalen Parathormon (PTH) Spiegeln. Die PTH Spiegel waren bei der 2.Aufnahme erhöht. Die Symptome besserten sich nach Absetzen der Medikamente und entsprechendem Management der Hypokalzämie und Hypokaliämie durch Kalzium, Vitamin D, Magnesium und Kalium Substitution. Der zugrundeliegende Mechanismus der Hypokalzämie ist bei unserer Patientin wahrscheinlich auf einen Tubulus Schaden zurückzuführen, der zu einen Bartter-ähnlichen Syndrom geführt hat. Dieses ist bei Aminoglykosiden gut bekannt. Das Rezidiv einer Hypokalzämie unter Aminoglykosid freien Antibiotika Kombinationen, die jeweils Rifampicin enthielten spricht für eine mögliche Rolle von Rifampicin bei der Entstehung des Hypokalzämie assoziierten Bartter-ähnlichen Syndroms, das noch nie beschrieben worden ist.

Ayse Nur Torun, Mehmet Ali Eren, Mehmet Demir, Tevfik Sabuncu, Wiener klinische Wochenschrift 17/18/2011

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