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Foto: Ärzte Woche
Von Raoul Mazhar Stv. Chefredakteur
 
Innere Medizin 26. März 2009

Editorial

Und täglich grüßt die Kardiologie.

Manch Leser mag sich wundern: schon wieder ein Schwerpunkt Kardiologie. Ja, schon wieder – aber die Themenvielfalt dieses Faches und die Prävalenz von Herzerkrankungen und mit ihnen verwobene Leiden erlauben es – nein, fordern es – kardiologische Inhalte mehrmas aufzugreifen, ohne die Leser zu langweilen oder sich zu wiederholen. So berichten wir in dieser Ausgabe über die zarten Freundschaftsbande, die zwischen Chirurgen und Kardiologen knospen. Das war nicht immer so. Vor allem, wenn es um Interventionen beim kardiologischen Patienten geht, ist man sich zwischen diesen Gruppen schon manchmal uneins. Die Zwistigkeiten könnten sich nun dank der neuen hybriden Vorgangsweise enden, denn hier ist statt Konkurrenzdenken ehrliche Kooperation und vor allem zweitgleiche Intervention gefordert. Den Therapieerfolgen stehen allerdings erhebliche Kosten für überdimensionale, hoch technisierte Operationssäle gegenüber. Ob der Kuschelkurs die Ausgaben rechtfertigt, lesen Sie auf Seite 28.

Ja, die Möglichkeiten der Hightech-Medizin sind schon faszinierend, die teuren Geräte eröffnen Möglichkeiten, von denen Diagnostiker und Therapeuten vor einigen Jahren nur träumen konnten. Besonders erfreulich: Kardiologische Spitzenmedizin wird auch in Österreich betrieben; und das ist gut so. Denn sie erlaubt es uns, nicht nur die beste Medizin für die Patienten zu praktizieren, sondern auch (vor allem an die USA) verloren geglaubte „Hochleistungsmediziner“ zu repatriieren und somit in der hohen Forschung – zumindest teilweise – mitzuspielen (Seite 37).

Aber bei aller Freude über die Verbrüderung von Technik und Heilkunst halten wir in diesem Fokus ein Plädoyer dafür, in der Medizin – insbesondere in der Diagnostik – alle fünf Sinne zu gebrauchen. In unserem DFP-Literaturstudium ab Seite 30 zeigen wir, dass die Herzinsuffizienz auch ohne aufwändige Apparaturen diagnostiziert werden kann. Man muss nur Augen und Ohren offen halten. Wir wünschen Ihnen mit den folgenden Seiten viel Vergnügen!

Foto: Ärzte Woche

Von Raoul Mazhar Stv. Chefredakteur

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