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Innere Medizin 1. Februar 2009

Ein lebensmittelbedingter Salmonella Enteritidis Phagentyp 6 Ausbruch in Österreich 2008

Im Jahr 2008 betraf ein allgemeiner lebensmittelbedingter Krankheitsausbruch verursacht durch Salmonella Enteritidis Phagentyp 6 (PT6) neun Personen (zwei Haushalte in Salzburg und ein Haushalt in Tirol; acht mikrobiologisch bestätigte Fälle und ein Fall ohne kulturelle Bestätigung). Epidemiologische Erhebungen ergaben, dass alle Fälle gemeinsam auf einem Bauernhof am 14. April 2008 ein Mittagessen eingenommen hatten. Hausgemachter Serviettenknödel, mit Eiern vom eigenen Hof zubereitet, war das wahrscheinliche Vehikel. Sechs Eier wurden bakteriologisch untersucht; der Ausbruchsstamm wurde auf den Eierschalen nachgewiesen. Die Eier stammten von einer Herde mit 12 Legehennen. Der Ausbruchstamm konnte auch aus Hühnerkotproben und Staubproben des Hühnerverschlages isoliert werden. Eine molekularbiologische Subtypisierung mittels "multiple loci variable number of tandem repeats analysis (MLVA)" zeigte ein übereinstimmendes Muster für alle Ausbruchsisolate, deutlich unterschiedlich von neun epidemiologisch nicht in Verbindung stehenden PT6-Kontrollstämmen. Nach Keulung der Legehennen waren keine weiteren Salmonellosen mit diesem Hof in Verbindung zu bringen. Dieser Bericht unterstreicht das beträchtliche Potential epidemiologischer Abklärungen bei lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen die Infektionsquellen aufzuklären und dadurch die Implementierung zielgerichteter Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Erkrankungsfälle zu ermöglichen.

Peter Much, Juliane Pichler, Sabine Kasper, Heimo Lassnig, Christian Kornschober, Andreas Buchner, Christoph König, Franz Allerberger, Wiener klinische Wochenschrift

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