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Innere Medizin 1. Februar 2009

Medikamentöse Therapie bei GERD – Ein Blick hinter die PPIs?

GRUNDLAGEN: Etwa 20–30% der Patienten mit gastroösophagealer Refluxkrankheit haben immer noch Beschwerden, trotz Therapie mit einem Protonenpumpenhemmer (PPI). Bei diesen Patienten können in 40–50% der Fälle auch unter PPI-Therapie saure und nicht saure Refluxe nachgewiesen werden und somit die Therapie nicht voll ausgeschöpft erscheint. Transiente Erschlaffungen des LES (TLESRs) sind die Ursache für Refluxe. Deshalb bieten die TLESRs einen zusätzlichen therapeutischer Ansatz in der GERD-Therapie. METHODIK: Übersicht zur medikamentösen Therapie der TLESRs. ERGEBNISSE: Unter den Medikamenten, welche die TLESRs hemmen, ist der GABAB-Agonist Baclofen der vielversprechendste Ansatz, da er durch Hemmung der Säureexposition der Speiseröhre die Beschwerden lindert. Auch ADX10059, ein mGluR5-Antagonist, zeigt Wirksamkeit in der GERD-Therapie. Limitierend sind derzeit noch die Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Schwindel, welche durch ein entsprechendes Drug Design ausgeräumt werden sollten. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Substanzen, welche die TLESRs hemmen, stellen einen vielversprechenden neuen Ansatz in der GERD Therapie dar.

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