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Innere Medizin 1. März 2011

Osteoporose und Knochenfestigkeit: Gender-Aspekte

Obwohl postmenopausale und ältere Frauen numerisch häufiger betroffen sind, sind Männer nicht vor Osteoporose geschützt. Insbesondere die altersassoziierte Osteoporose beinhaltet zahlreiche geschlechtsspezifische klinische Aspekte wie unterschiedliches Erkrankungsalter und Eigenheiten in Bezug auf die Dynamik des Knochenverlustes. Männer profitieren hinsichtlich Frakturrisiko von größer dimensionierten Knochen und einer Zeitverzögerung der altersassoziierten Abnahme von Knochendichte und -qualität. Bemerkenswert ist außerdem eine Häufung der sekundären Osteoporoseformen bei Männern. Speziell in der bildgebenden Forschung haben sich neue nichtinvasive Verfahren zur Quantifizierung der Knochenmikrostruktur zunehmend etabliert. Diese Modalitäten (HR-pQCT; HR-MRI) stellen auch neue Ansätze für die Genderforschung dar. Bei einer Studienplanung auf diesem Gebiet sollten neben der Ortsspezifität der Knochenmikroarchitektur auch technische Limitationen und Eigenheiten der benutzen Geräte unbedingt miteinbezogen werden.

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