zur Navigation zum Inhalt
Foto: Ärzte Woche
 
Innere Medizin 2. März 2011

Editorial: Herzgesundheit

Wir wissen, wovon wir schreiben.

Herzgesundheit im Speziellen, aber Gesundheit auch ganz allgemein werden von zahlreichen Lebensstilfaktoren beeinflusst. Stress und Zeitdruck am Arbeitsplatz – wie beispielsweise auch in der Redaktion einer Wochenzeitung mit dem Anspruch, ihren Leserinnen und Lesern jede Woche aktuelle Highlights aus Forschung und Wissenschaft, aber auch praxisnahe Neuigkeiten journalistisch aufbereitet zu präsentieren – können das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen steigern. Eine verbreitete Ansicht ist, dass nur negativ empfundener Stress schadet.

Wie die Datenauswertung der „Women‘s Health Study“ zeigt, hat auch positiv empfundener Stress sowohl kurzfristig als auch langfristig Auswirkungen auf die kardiovaskuläre Gesundheit. Stress kann aber auch Funktion, Permeabilität und Immunfunktion des Verdauungstrakts beeinflussen. Die Erklärung der „Gehirn-Bauch-Achse“ macht verständlich, wie Stress bei funktionellen gastrointestinalen Störungen, etwa dem Reizdarmsyndrom oder einer funktionellen Dyspepsie, auf Entstehung und Verlauf dieser Erkrankungen wirkt.

Ein weiterer schädigender Lebensstilfaktor ist das Rauchen. So wirkt sich der Zigarettenkonsum auf die Ausbildung einer Herzinsuffizienz bei ehemaligen Starkrauchern viel länger aus, als bisher angenommen wurde. Selbst nach 15-jähriger Abstinenz weisen sie ein um 44 Prozent höheres relatives Risiko für die Entwicklung einer Herzinsuffizienz auf als Nichtraucher. Dass engagierte Maßnahmen in Form von Anti-Rauchprojekten den Einstig ins Rauchen von Kindern und Jugendlichen reduzieren können, zeigt ein Projekt in Salzburg mit 11- und 14-Jährigen. Hier konnte im Vergleich zu einer Kontrollgruppe eine relative Reduktion um 23 Prozent erreicht werden.

Weitere Themen dieses Fokus „Innere Medizin“ widmen sich unter anderem den Themen Diabetes und Depression, Essstörungen und der Behandlung von Mammakarzinomen. Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen ihre Medizinredaktion, Tanja Fabsits, Patricia Herzberger, Inge Smolek, Friederike Hörandl, Katharina Kloboucnik.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben