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Innere Medizin 1. Dezember 2010

Krank oder nur alt? Frailty – Ein neues Konzept in der Klinischen Praxis

  • Einleitung – Definition des Begriffes
  • Pathophysiologie der Frailty
  • Klinische Diagnose der Frailty
  • Therapieansätze
  • Zusammenfassung
  • Literatur
  • Vorbereitungsfragen zur Facharztprüfung

Einleitung – Definition des Begriffes

Seit ungefähr 20 Jahren ist in Fachkreisen der Begriff Frailty bekannt. Dieser Begriff beschreibt ein geriatrisches Syndrom, das die erhöhte „Verletzbarkeit“ älterer Menschen gegenüber Sekundärereignissen kennzeichnet. In der Altersgruppe der Betagten und oft auch multimorbiden Patienten führt Frailty häufig durch Ereignisse wie Stürze, Ortswechsel oder Erkrankungen zu funktionellen aber auch medizinischen Problemen. Des Weiteren ist Frailty mit einer erhöhten Morbidität vergesellschaftet, zusätzlich kommt es zu einer erhöhten Rate von sekundären Komplikationen sowohl in pflegerischer als auch in medizinischer Hinsicht. Dies führt insgesamt zur Abnahme der Selbständigkeit der Betroffenen und zu einer stark erhöhten Einweisungsrate in Spitäler und Pflegeinstitutionen. Zusätzlich konnte in Studien (z.B. The Longitudinal Aging Study Amsterdam-LASA) eine erhöhte Mortalität der betroffenen Personen nachgewiesen werden, wobei Männer, wiewohl seltener davon betroffen, gegenüber Frauen insgesamt immer eine schlechtere Prognose haben.

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