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Innere Medizin 12. Februar 2009

Stressabbau fördert Überleben

An 227 neu diagnostizierten Brustkrebspatientinnen wurde geprüft, ob eine psychische Intervention vom Moment der Krebsdiagnose an die negativen Stresseffekte und insgesamt den Verlauf der Krebskrankheit beeinflussen kann.

Die Patientinnen wurden per Los in die Interventionsgruppen randomisiert. Vier Monate lang trafen sich die Frauen wöchentlich in Gruppen zu acht bis zwölf Patientinnen mit einem Psychologen. Sie lernten Entspannungstechniken, erhielten Ratschläge für den Umgang mit der Krankheit in der Familie und bekamen Sport- und Ernährungstipps. Nach diesen 16 Monaten trafen sich die Patientinnen noch weitere acht Monate lang alle vier Wochen.

Die Patientinnen der Interventionsgruppen hatten ein um 55 Prozent kleineres Risiko als die Kontrollpatientinnen. Im Durchschnitt blieben sie um sechs Monate länger rezidivfrei (Risikoreduktion: 45 Prozent). Sie hatten auch ein um 44 Prozent reduziertes Risiko, an Brustkrebs zu sterben. Sie überlebten mehr als sechs Jahre (versus fünf Jahre in der Kontrollgruppe). Das verminderte Sterberisiko betraf auch andere Krankheitsursachen.

 

B. L. Andersen et al., Cancer, Published online November 17, 2008.

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